Monatsarchiv für März 2008

Gründerprinzessin auf der Erbse

Donnerstag, den 20. März 2008, von Sandra Mennig

Kathrin Möntenich, mit ihrer Geschäftsidee zu Pick-a-Pea unter den sieben Förderpreisträgern in Stufe 1 des aktuellen Businessplan-Wettbewerbs, hat sich in einem Interview mit 20prozent e.V. sehr ausführlich und positiv zu ihren bisherigen nuklearen Erfahrungen geäussert. Hier können Sie den kompletten Artikel nachlesen.

Kathrin Möntenich

Das Wunder vom Neptunplatz 6

Dienstag, den 18. März 2008, von Alexander Johne

Ist schon ein paar Wochen her, der Tag, als die ersten NUK-Gutachten für unsere Geschäftsskizze zu Diggi.Door in mein Outlook einschlugen. Die Sonne schien und unsere Kaffeemaschine hatte gerade den Geist aufgegeben. Das nagelneue Cloer-Technikwunderwerk mit integriertem Brita-Wasserfilter macht zwar guten Kaffee, ist aber ansonsten nicht ganz dicht: Den Griff des Amazon-Austauschmodells hielt unser Werksstudent ebenfalls kurze Zeit nach dem Entpacken lose in der Hand.

Alexander Johne_Diggi.Door

Ganz rein und unschuldig lag also an jenem Tag die NUK-Benachrichtigung da im Posteingang zwischen dem Hinweis auf einen VISA-zertifizierten Shop für die sagenumwobene Nine-Inch-Perfection-Droge, einem todsicherem Aktientipp der Mallorca Building AG, dem Magic Euro Casino und der obligatorischen Paypal-Aufforderung, zum x-ten mal in dieser Woche meine Kreditkartendaten neu einzugeben – ein Saftladen, dieses Paypal.

Unsere erste offizielle Bewertung – wie lange haben wir drauf gewartet und waren nun doch ein wenig enttäuscht. Egal, wie sehr wir uns auf Leo.org auch abmühten: Selbst unser Scrabble-Großmeister vermochte aus den Einzelteilen dieser Betreffzeile nicht das Wort “Nominierung” zusammenzupuzzeln…

Denn die war für den Fall der Fälle vor dem Bewertungsschreiben angekündigt. Aber nominiert zu sein ist nicht alles, sondern dabei zu sein – die kleinen Schwächen dieses olympischen Leitgedankens lassen wir mal außen vor. Wie auch immer: Endlich gab es eine ernsthafte Stellungnahme zu unserem Team, unserer Idee und nicht zuletzt zu unseren kommunikativen Fähigkeiten, diese zu vermitteln.

Die Idee an sich, eine Online-Galerie für digital erzeugte Kunst und Designarbeiten, geistert schon seit mehr als zwei Jahren durch unsere Köpfe und Schreibtischablagen. Die erste ernsthafte verschriftlichte und gestalterische Arbeit daran hat jetzt ein gutes Jahr auf dem Buckel.
Aber erst die Anmeldung beim NUK-Wettbewerb mit den gnadenlosen Abgabefristen zwang uns, die Hirngespinste in eine allgemeingültige Struktur zu formulieren und unser Konzept auf die vielen Fragen hin zu überprüfen, die der Mäzen im Allgemeinen und der Finanz-Ökonom oder Geldgeber im Speziellen beantwortet haben will.

Der vielleicht wichtigste Nebeneffekt im Zuge der Vorbereitung auf die Abgabe zu Stufe 1 war, dass dieses Thema Raum und Zeit in unseren Köpfen erhielt und damit die notwendigen Ressourcen, um zu wachsen und sich zu entwickeln. Bald strotzte der Notizzettel auf unserem Klo vor Diggi.Gallery-Einträgen. Die restliche Stille-Örtchen-Ideensammlung, wie “Vorschlag zur Eröffnung der Grillsaison: Rind, gefüllt mit Schwein, gefüllt mit Hähnchen, gefüllt mit Hack”, trat allmählich in den Hinter(n)grund…

Erst als das komplette Team zusammengetrommelt war, wagten wir, die PDF-Dokumente zu öffnen. Der Praktikant musste sie zuvor ausdrucken und jedem in einem blickdichten Schutzumschlag überreichen. Um Punkt 20.05 Uhr rissen wir alle zeitgleich das gummierte Siegel auf, um uns der Kritik der NUK-Gutachter zu stellen.

Neben einigen handfesten Schwächen zeichneten die Experten in der Gesamtabrechnung aber ein positives Bild: gut, hervorragend, gut! Nach anfänglicher Enttäuschung und der Vorbereitung auf das Schlimmste machte sich doch bald ein solidarisches Lächeln auf unseren Gesichtern breit.

Mitten hinein in das allgemeine “Hast Du das schon gelesen?” und “Wusste ich doch, dass das so keiner versteht!” ertönte auf einmal der vertraute, glockenhelle Post-ist-da-Ton: BING – “Ihr Businessplan wurde im NUK-Wettbewerb nominiert!” Die Sonne war mittlerweile untergegangen, aber unsere Bildschirme strahlten. Mal schauen, ob sich dieses kleine Wunder jetzt in der zweiten Wettbewerbsstufe wiederholt…

Tausche Bargeld, gutes Einkommen und Firmenwagen gegen hohe Ausgaben zur Herstellung von Tiersärgen und Urnen

Montag, den 10. März 2008, von Ralf Mieslinger

Die Idee, Tierbestattungsartikel herzustellen, hatte ich bereits vor drei Jahren. Doch damals wir ich noch nicht so verrückt diese Idee zu realisieren. Ende 2006 hatte ich meinen ersten selbst gebastelten Tiersarg im Bettkasten versteckt. Zahlreiche Urnen schmücken meinen Wohnzimmerschrank mit Glasfront – es könnten auch Vasen sein…

Ein Unternehmer muss Entscheidungen treffen und er ist gut beraten, wenn er diese Entscheidungen auf Meinungen von Experten aufbaut. NUK bietet klare Strukturen, Zeitpläne und Angebote um alle relevanten Themenfeldern einer Gründung abzudecken. In den regelmäßigen Meetings kann der Gründer Probleme mit Beratern aus den verschiedensten Bereichen besprechen. Allein in der ersten Stufe fanden sich auf meinem Ideen-Block 40 beantwortete Fragen! Mein Fazit: Nimmt man das Angebot vollständig wahr, ist man hervorragend beraten. Dem NUK-Team und seinen freiwilligen Beratern und Sponsoren sage ich: vielen DANK!

…und dann wurde auch noch mein Unternehmen BARON mit der Geschäftsidee „Entwicklung, Produktion und Vertrieb von innovativen Tierbestattungsartikeln“ zum Hauptpreisträger in der Stufe 1 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs nominiert. Die Prämierung fand in Kölle statt – ich lebe in Düsseldorf! Wahrscheinlich stellen Sie sich die gleiche Frage: Wie kann ein Düsseldorfer in Köln einen Preis bekommen? Sicherlich ein Versehen! ;-)

Ralf Mieslinger_Baron

An dieser Stelle möchte ich auch über die Erfahrung als Hauptpreisträger sprechen: ein Bericht bei center.tv, ein Artikel in der Rheinischen Post! Ein Gespräch mit dem WDR, ein weiterer Artikel in der Rheinischen Post und dem Düsseldorfer Anzeiger stehen noch aus – über NUK wurde also für mich eine PR-Maschine in Bewegung gesetzt! In den folgenden Tagen nach der Preisverleihung am 26. Februar erhielt ich zahllose Anrufe, und ich werde nur noch mit den Worten: „Hallo, spreche ich mit dem Herrn BARON?“ begrüßt.

Es besteht auch Hoffnung auf einen Sponsor, der einen Teil meiner Auslagen im Bereich Marketing übernimmt. Die viele Kraft und Mühe, die ich in die Realisierung meiner Geschäftsidee gesteckt habe, das finanzielle Risiko, das ich eingegangen bin, alles scheint langsam Früchte zu tragen.

Zuvor habe ich 14 Jahre als Projekt- und Sales Manager in der Automotive-Industrie gearbeitet. Den TV-Beitrag über meine Geschäftsidee hat zufällig auch einer meiner früheren Mitarbeiter gesehen – sehr nett ist daher auch die Ansage: „Vom Airbaghersteller zum Sarghersteller, aber sonst ist alles in Ordnung?“

Ja, alles ist in Ordnung.

Euer BARON

Wer hat Angst vor NUK?

Dienstag, den 4. März 2008, von Jörg Püschel

Lohnt sich für jeden Gründer, kostet nichts und bringt viel – ein Besuch beim NUK-Meeting an jedem zweiten Donnerstag in Köln. Noch viermal haben Sie im laufenden Wettbewerb diese Chance – nutzen Sie sie! Auch NUK-Neulinge sind herzlich eingeladen!

Viele Existenzgründer  haben im Vorfeld Bedenken zu den NUK-Meetings zu gehen. Denjenigen, die schon da waren, wird schnell klar: Alle Ängste sind übertrieben. Die Atmosphäre ist entspannt  – und für Erfrischungetränke ist auch gesorgt. Darüber hinaus freuen sich die ehrenamtliche Coaches und Fachberater tatsächlich, Ihnen bei Ihrem Gründungsvorhaben helfen zu können.

Wenn Sie sich selbstständig machen wollen, kann ich Ihnen nur raten, zu so vielen Meetings zu gehen und mit so vielen unterschiedlichen Coaches und Fachberatern wie möglich zu sprechen. Denn mit jedem Gespräch lernen Sie dazu, und gerade die möglicherweise kritische Hinterfragung Ihres Gesprächpartners hilft Ihnen als Existenzgründer oft mehr, Ihre Idee voranzubringen als eine gutgemeinte Bestätigung aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis.
Auf den Meetings hat jeder Teilnehmer des NUK-Businessplan-Wettbewerbs die Möglichkeit, sich in lockerer Umgebung kostenlos und unverbindlich beraten zu lassen. Auf diesen Treffen, die jeden zweiten Donnerstag im Kölner Kolpinghaus und gelegentlich auch im Life Science Center Düsseldorf stattfinden, stehen Anwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Marketingexperten, Unternehmens- und Personalberater, erfahrene Unternehmer und Junior Coaches zur Beratung bereit. Experten, deren Wissen Sie sonst teuer bezahlen müssen.

Seit vielen Jahren bin ich als Unternehmensberater einer der Coaches von NUK.  Deshalb weiß ich, dass keiner Angst vor den kritischen Fragen der Coaches haben muss, aber auch keine Angst haben muss, selber banal scheinende Fragen zu stellen. Keine Frage von Ihnen ist banal, so ist meine Erfahrung, vielmehr regt jedes Argument zur Betrachtung der Geschäftsidee von verschiedenen Seiten an. Die Coachingabende sind eine hervorragende Möglichkeit, Ihr eigenes Gründungsvorhaben auf Herz und Nieren zu prüfen, und ein exzellenter Praxistest. Wenn Ihr Konzept die Berater überzeugt, sollte es auch der Prüfung etwa einer Bank standhalten.
So haben schon viele NUK-Teilnehmer ihr Konzept im Dialog mit den Beratern ständig weiterentwickelt. Auch wenn Viele glauben, in ihrem Businessplan sei doch schon alles gesagt, stellen sie im Austausch mit den Beratern schnell fest, dass sie doch noch nicht so weit sind. Insbesondere bei so zentralen Themen wie dem Kundennutzen wird Ihnen ebenso gut weiter geholfen wie bei Fragen , wie man eigentlich ein tragfähiges Absatz- und Umsatzkonzept erstellt.

Der besondere Service: Die meisten Berater stehen auch außerhalb der Meetings zur Verfügung, zu einigen können Sie E-Mail-Kontakt halten, wenn Sie vor Problemen stehen. Hier hilft auch das NUK-Büro weiter.
Allerdings muss sich der Existenzgründer darüber im Klaren sein, dass selbstverständlich auch eine kostenlose Beratung ihre Grenzen hat; schließlich sind die ehrenamtlich tätigen Coaches und Fachberater im richtigen Leben Dienstleister, die ebenso Geld verdienen müssen wie  Sie, wenn Sie später erst einmal gegründet haben.

Aber wo sonst können Sie alle Dienstleister auf einem Fleck treffen, sie kostenlos kennenlernen und erste Erfahrungen mit ihnen machen. Dies geht nur beim NUK-Meeting. Wenn Sie darüber hinaus einen Dienstleister Ihres Vertrauens kennengelernt haben, bei dem auch der “Nasenfaktor” stimmt, ist eine spätere Zusammenarbeit ja vielleicht nicht ausgeschlossen.

Immer noch unsicher? Dann schauen Sie doch mal in diesen TV-Beitrag über das erste Meeting im 11. NUK-Businessplan-Wettbewerb rein! Alle Termine der nächsten NUK-Coachingabende finden Sie hier.