Tausche Bargeld, gutes Einkommen und Firmenwagen gegen hohe Ausgaben zur Herstellung von Tiersärgen und Urnen

10. März 2008 von Ralf Mieslinger

Die Idee, Tierbestattungsartikel herzustellen, hatte ich bereits vor drei Jahren. Doch damals wir ich noch nicht so verrückt diese Idee zu realisieren. Ende 2006 hatte ich meinen ersten selbst gebastelten Tiersarg im Bettkasten versteckt. Zahlreiche Urnen schmücken meinen Wohnzimmerschrank mit Glasfront – es könnten auch Vasen sein…

Ein Unternehmer muss Entscheidungen treffen und er ist gut beraten, wenn er diese Entscheidungen auf Meinungen von Experten aufbaut. NUK bietet klare Strukturen, Zeitpläne und Angebote um alle relevanten Themenfeldern einer Gründung abzudecken. In den regelmäßigen Meetings kann der Gründer Probleme mit Beratern aus den verschiedensten Bereichen besprechen. Allein in der ersten Stufe fanden sich auf meinem Ideen-Block 40 beantwortete Fragen! Mein Fazit: Nimmt man das Angebot vollständig wahr, ist man hervorragend beraten. Dem NUK-Team und seinen freiwilligen Beratern und Sponsoren sage ich: vielen DANK!

…und dann wurde auch noch mein Unternehmen BARON mit der Geschäftsidee „Entwicklung, Produktion und Vertrieb von innovativen Tierbestattungsartikeln“ zum Hauptpreisträger in der Stufe 1 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs nominiert. Die Prämierung fand in Kölle statt – ich lebe in Düsseldorf! Wahrscheinlich stellen Sie sich die gleiche Frage: Wie kann ein Düsseldorfer in Köln einen Preis bekommen? Sicherlich ein Versehen! ;-)

Ralf Mieslinger_Baron

An dieser Stelle möchte ich auch über die Erfahrung als Hauptpreisträger sprechen: ein Bericht bei center.tv, ein Artikel in der Rheinischen Post! Ein Gespräch mit dem WDR, ein weiterer Artikel in der Rheinischen Post und dem Düsseldorfer Anzeiger stehen noch aus - über NUK wurde also für mich eine PR-Maschine in Bewegung gesetzt! In den folgenden Tagen nach der Preisverleihung am 26. Februar erhielt ich zahllose Anrufe, und ich werde nur noch mit den Worten: „Hallo, spreche ich mit dem Herrn BARON?“ begrüßt.

Es besteht auch Hoffnung auf einen Sponsor, der einen Teil meiner Auslagen im Bereich Marketing übernimmt. Die viele Kraft und Mühe, die ich in die Realisierung meiner Geschäftsidee gesteckt habe, das finanzielle Risiko, das ich eingegangen bin, alles scheint langsam Früchte zu tragen.

Zuvor habe ich 14 Jahre als Projekt- und Sales Manager in der Automotive-Industrie gearbeitet. Den TV-Beitrag über meine Geschäftsidee hat zufällig auch einer meiner früheren Mitarbeiter gesehen - sehr nett ist daher auch die Ansage: „Vom Airbaghersteller zum Sarghersteller, aber sonst ist alles in Ordnung?“

Ja, alles ist in Ordnung.

Euer BARON

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4 Reaktionen zu “Tausche Bargeld, gutes Einkommen und Firmenwagen gegen hohe Ausgaben zur Herstellung von Tiersärgen und Urnen”

  1. A. Schunkert

    Erst mal herzlichen Glückwunsch zum Hauptpreis!

    Obwohl es mir recht schleierhaft ist, wie ein faltbarer Sarg aus Papier für Tiere, den man über eine einfache Google-Suche ziemlich schnell im Internet findet, eine “innovative” Idee sein soll?

    Die Idee der Tierbestattung hatten schon die alten Ägypter. Also nix weltbewegens Neues.

    Sicherlich ist es immer mit einer Art Risiko verbunden sich mit einer Idee, ob nun alt oder neu, selbständig zu machen. Und es mag angenehm sein, auf die hier beschriebene Art Sponsoren zu finden.

    Aber man sollte doch beachten, dass es eine vielzahl von Tierbestattern gibt, die alle einmal den Mut bewiesen haben und den Schritt ins kalte Wasser gewagt haben.

    Da muss man schon mal seinen gesicherten Job aufgeben und erst mal die Backen zusammen kneifen. Finazielles Risoko hat man in allen Bereichen.

    Mir fehlt so ein wenig die Liebe zu dieser Idee! Hier gehts grad nur um die Kohle. Für jemand, der mit Leib und Seele hinter seiner Idee steht ist das erst mal egal. Da würde man mehr Elan und Intusiasmus vermuten.

    Schade eigentlich!

  2. Ralf Mieslinger

    Richtig ist, dass es bereits Särge gibt - auch faltbare Särge. Der Wettbewerber ist mir bekannt. Reduziert sich die Sichtweise auf die Faltbarkeit so sehe ich auch keine Produktverbesserung.
    Die Innovation meiner Tiersärge liegt in der Kombination aus Faltbarkeit und einem Mechanismus, der den Aufbau des Sarges erheblich vereinfacht. Die Innovation ist die „Sarg-Aufbautechnik“ aus einem Faltzustand heraus. Da ich ein Schutzrecht auf diesen Sarg-Aufbau-Mechanismus angemeldet habe,  bin ich auf jeden Hinweis dankbar, der mir vergleichbare Särge „googelt“. Bisher war ich erfolglos, Unterstützung nehme ich sehr gerne an.
    Richtig ist, dass ich die Geschäftsidee nicht aus Liebe realisiere, sondern um Wohnung und Familie bezahlen zu können – ebenso um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Ich bitte um Verständnis.

  3. Joachim Hengst

    hallo baron,
    die idee finde ich schon etwas “schräg”, aber ich hoffe das es klappt.
    die verrücktesten ideen sind ja manchmal die besten.

    aber wie kann man nur nach düsseldorf ziehen… ;-)

    schönen gruss aus kölle!

  4. Tiersärge und Bio Fastfood « JuneBrenner’s Weblog

    [...] persönlich hat die Idee “Baron” von Ralf Mieslinger und Jochen Schwarzkopf am besten gefallen. Sie haben biologisch [...]

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