Monatsarchiv für Mai 2009

Hilfe bei der wichtigen Weichenstellung Firmensoftware

Mittwoch, den 13. Mai 2009, von Wido Wirsam

Wie komme ich als Gründer eines jungen Technologie-Start-Ups günstig an Softwarelizenzen von Microsoft-Produkten heran? Bisher war das schwierig. Das neue Förderinstrument BizSpark schafft hier Abhilfe. Wido Wirsam von intuisoft schildert als einer der ersten Teilnehmer, warum er sich um die Aufnahme in das Programm bewarb.

Die Anträge auf Gründungszuschuss sind bewilligt, ein kleines Büro ist angemietet, einige Rechner gekauft und unser kleines Team ist gierig auf Arbeit. Doch nun stellt sich die Frage, welche Software wir im frischen Unternehmen einsetzen und welches Budget wir für die verschiedenen Softwareprodukte einplanen. Die Antwort auf diese Frage ist eine wichtige Weichenstellung für das Unternehmen und eine falsche Strategie kann sich später als fatal und teuer erweisen.
Gerade bei technologieorientierten Gründungen liegt ein besonderes Augenmerk auf der eingesetzten Software. Nicht nur für den operativen Betrieb, sondern vor allem für die Forschung, Produktentwicklung und Tests ist der Zugriff auf viele unterschiedliche Softwareprodukte nötig. Gerne möchte man verschiedene Produkte ausprobieren, die als kommerzielle Vollversionen für ein junges Unternehmen unerschwinglich sind.

Microsoft möchte für junge Unternehmen die Hürde zum Einsatz ihrer professionellen Produkte beseitigen. BizSpark ist ein Programm, um das sich junge Technologie-Start-Ups bewerben können. Die Teilnehmer bekommen flexiblen Zugriff auf eine Vielzahl von Microsoft Office-, Server- und Entwicklungssoftware. Natürlich will Microsoft auf diesem Wege (hoffentlich) zufriedene Kunden von morgen gewinnen. Denn nach Ablauf von drei Jahren müssen die Teilnehmer Softwarelizenzen zu regulären Konditionen erwerben. Trotzdem bietet diese Phase einen attraktiven Spielraum, um zu überprüfen welche Strategie hier die richtige ist. Auch technologisch und inhaltlich werden an das Unternehmen keine besonderen Bedingungen gestellt.
Im Falle von intuisoft ist es von Beginn an klar, dass als Entwicklungswerkzeuge und Serverplattformen zu einem großen Teil Microsoft-Technologien zum Einsatz kommen. D.h. hier steht weniger das Ausprobieren von Technologien im Vordergrund als vielmehr die Möglichkeit, bei der Auswahl von Plattformen und Produkten aus dem Vollen schöpfen zu können. So ist es möglich, unseren Kunden immer Lösungsszenarien anzubieten, die auf den aktuellsten Technologieplattformen aufsetzen. Wir können so neue Entwicklungszweige erschließen, ohne den Zwang „Wenn wir die Lizenz den XYZ-Servers kaufen, müssen wir auch mindestens soundso viele Lösungen darauf verkaufen“.

Ein Unternehmen, das an BizSpark interessiert ist, spricht nicht direkt Microsoft an, sondern wendet sich an einen der sogenannten Netzwerkpartner. Einer dieser Netzwerkpartner in Deutschland ist NUK Neues Unternehmertum Rheinland. Die Rolle von NUK besteht darin, geeignete Unternehmen zu identifizieren und zur Teilnahme an BizSpark vorzuschlagen. NUK kennt die Ausrichtungen der Teilnehmer am Businessplan-Wettbewerb sehr gut und kann so schon frühzeitig auf die beschriebenen Möglichkeiten zur Reduzierung von Kosten für Software hinweisen.
Neben der Software können die Teilnehmer an BizSpark auch von Supportleistungen profitieren und sich innerhalb des Netzwerkes Sichtbarkeit verschaffen und so Partner, Mitarbeiter und ggf. Investoren finden.

Wido Wirsam aus Bonn ist NUK-Alumnus und bietet mit seiner jungen Firma intuisoft Beratung und Umsetzung in den Bereichen SharePoint basierte Teamunterstützung und Mobile (location based) Solutions an.

Design – muss das sein?

Montag, den 4. Mai 2009, von Susanne Coenen und Nicole Slink

Susanne Coenen und Nicole Slink (v.l.) von Lockstoff Design

Das ist eine Frage, auf die jeder Unternehmer früher oder später stößt. Gerade in Zeiten von Finanzkrise und Unternehmensinsolvenzen ist kein Geld für den „schönen Schein“ übrig. Häufig wird das Budget für Werbung an erster Stelle eingespart. Wenn überhaupt ein Budget für Werbeausgaben vorhanden ist.

Doch wie der Name schon sagt: Ein Unternehmer muss etwas unternehmen. Genau solche Unternehmen meistern Krisenzeiten, die Profil zeigen. Das sind Unternehmen, welche sich eindeutig am Markt positionieren und ihre Werte und Leistungen klar und authentisch nach außen kommunizieren.

Dabei geht es nicht darum, schön auszusehen, sondern Stellung zu beziehen. Design ist ein Erfolgsfaktor. Egal in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist oder welche Größe es hat: Design ist ein Instrument, um die Grundlage für eine nachhaltige Kommunikation zu schaffen, mit der dann schließlich ein gewünschtes Image am Markt erzeugt wird. An dieser Stelle bietet es sich an, den berühmten Satz von Paul Watzlawick zu zitieren: „Man kann nicht nicht kommunizieren“.

Bei der Existenzgründung ist das eigene visuelle Erscheinungsbild ein Thema, was häufig nachrangig behandelt wird. Dabei steckt genau hier das Potenzial, seinem eigenen Unternehmen ein Gesicht zu verleihen und das von Anfang an.
Durch Design lässt sich eine Marke erschaffen, die das eigene Angebot mit dem richtigen Image transparent am Markt positioniert und verkauft. Natürlich ist dies weder mit einem Word-Clipart-Logo noch mit Eigenkreationen, die zum einen wertvolle Zeit kosten und zum anderen die eigenen Grenzen offenlegen, möglich. Hier sollte man Fachleute ans Werk lassen und diese Investition in das eigene Unternehmen schon zu Beginn einplanen. Designer stehen Existenzgründern bei Fragen zur eigenen Identität und zum Firmenauftritt beratend zur Seite und können hilfreiche Tipps zum Marketing und zur Unternehmenskommunikation geben.

Design muss nicht (nur) schön sein, sondern es muss eine Funktion erfüllen. Letztlich geht es um harte wirtschaftliche Fakten, nämlich darum, mit Design den Erfolg des Unternehmens und damit den Umsatz zu steigern. Und genau aus diesem Grund muss Design sein.

Susanne Coenen und Nicole Slink nahmen 2006 am NUK-Businessplan-Wettbewerbs teil und gründeten in diesem Jahr auch Lockstoff Design . Das Grevenbroicher Büro für Kommunikationsdesign hat sich auf die visuelle Unternehmenskommunikation spezialisiert und wurde u.a. bereits mehrfach bei dem internationalen Designwettbewerb red dot award ausgezeichnet.