Archiv der Kategorie ‘Teilnehmer/Alumni‘

Ein wichtiger Startschritt zur Firmengründung

Montag, den 30. August 2010, von Sandra Mennig

Retrospektive NUK-Businessplan-Wettbewerb 2010, Teil 2: Interview mit Dr. Ella Bezdushna/Vitálity&Care, Nominee Stufe 3

Warum sollte man an den regelmäßigen NUK-Coaching-Abenden teilnehmen?
Dr. Bezdushna: NUK bietet hochwertige Coaching-Abende auch für Teilnehmer, die keinen BWL-Hintergrund besitzen, um eine Geschäftsidee in einem kompletten Businessplan auszuarbeiten. Auf individuelle Fragen erhält man kostenlos Auskünfte von entsprechenden Experten mit profunder Erfahrung, z.B. im Bereich Marketing, Patentwesen oder Steuerfragen.

Was haben Ihnen die sonstigen NUK-Veranstaltungen, also Workshops, Vorträge, Seminare und Networking-Events, gebracht?
Dr. Bezdushna: Ich bin Naturwissenschaftlerin im Fach Chemie mit breiten Forschungsinteressen und konnte bei NUK-Veranstaltungen sehr gut erlernen, wie ein Geschäft funktioniert.
Die Veranstaltungen dienten als Basis für eine Firmengründung und stellen somit einen wichtigen Startschritt dar. Ein komplettes Programm mit vielfältigen Vorträgen enthält viele Hinweise und Tipps. Somit ist der Erfahrungsaustausch zwischen den interdisziplinären Teilnehmern und Fachexperten aus den unterschiedlichsten Bereichen und Unternehmen in sehr freundlicher und äußerst angenehmer Atmosphäre der größte Gewinn.

Profitierten Sie von den Gutachten, die Sie am Ende jeder Wettbewerbsstufe für Ihre Einreichung bekamen?
Dr. Bezdushna:
Es ist normal, dass das Feedback zu der Geschäftsidee und dem Businessplan positiv oder auch teilweise
negativ ausfällt, jedoch ist es immer sehr hilfreich, um Schwerpunkte zu modifizieren: Man könnte zwar ein gutes Produkt haben, aber es fehlt die Idee des erfolgreichen Vermarktens.
Der NUK-Businessplan-Wettbewerb ist gut unterteilt in drei Stufen, bei jeder Stufe bekommt man kostenfrei konstruktive
Experten-Gutachten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, einen persönlichen Kontakt mit den Gutachtern zu bekommen und ein eigenes Netzwerk aus Experten aufzubauen. Am Ende hat man ein komplettes Konzept für ein Produkt oder eine Dienstleistung vom Kundennutzen über die Marketing-Strategie bis zur Finanzierung erarbeitet.

Wie lautet Ihr Fazit zu NUK?

Dr. Bezdushna: NUK ist ein hilfreicher Baustein für eine erfolgreiche Firmengründung. Zudem bietet NUK kostenfreie Workshops, Vorträge und professionelle Events, die zum Aufbau eines eigenen Netzwerks mit wertvollen Kontakten dienen.
Durch den NUK-Businessplan-Wettbewerb wurde unser Projekt erheblich nach vorne gebracht.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

Was machen eigentlich…

Mittwoch, den 16. Juni 2010, von Sandra Mennig

…unsere Premium-Teams aus dem letzten Jahrgang? Am Dienstag endet der 13. NUK-Businessplan-Wettbewerb, da kann man doch mal eben innehalten und nachschauen, was aus den besten Gründercrews 2009 bisher so wurde. Richtig empirisch und mit ZahlenZahlenZahlen wird da auch bald bei allen Teilnehmern in der traditionellen Telefonumfrage nachgehakt, mir reicht gerade eine kurze Netzdurchwühlung. Aha! Immerhin aktuelle Infos zu vier der Top 11:

Über Silber-Sieger RCD Rough Coating Design heißt es hier in den VDI-Nachrichten:  „[…] der Proof of Concept sei bei führenden UV-Lackherstellern erbracht. Mit der Marktreife rechnet das Start-up Mitte 2011“, danach streben die Düsseldorfer Chemiker um Dr. Hakan Cinar laut Selbstauskunft „die Marktführerschaft im Bereich ‚Additive zur Mattierung von UV-Pulverlacken‘ an.“  Schön, schön.

Auf dem dritten Platz landete letztes Jahr VerkehrsmittelVergleich.de. An dem Online-Portal mit dem sprechenden Namen ist  inzwischen mit einem hohen sechsstelligen Betrag der Seed Fonds Aachen beteiligt, zwölf Mitarbeiter habe das Unternehmen bereits. Ende des Jahres solle die Beta-Phase abgeschlossen werden, die Vision liege in der Internationalisierung der Suchfunktionen.  Mehr zur Unternehmer-Connection zwischen Aachen und München kann man z.B. hier nachlesen – zehn zumindest diskussionswürdige Tipps der NUK-Alumni zur Gründung eines eigenen Internet-Start-ups inklusive.

Sehr Erfreuliches auch von den Machern hinter der Next Kraftwerke GmbH: Die ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter am Energiewirtschaftlichen Institut der Universität zu Köln schlossen gerade im Mai eine erste Finanzierungsrunde mit dem High-Tech Gründerfonds, Neuhaus Partners und Business Angels ab – mit dieser Einlage können sie nun das Proof of Concept liefern für die Vermarktung von Kleinerzeugungsanlagen auf dem Strommarkt, bei denen Notstromaggregate, Blockheizkraftwerke und Biogasanlagen über eine intelligente Vernetzung am sogenannten Minutenreservemarkt integriert werden. Jetzt suchen Jochen Schwill und Hendrik Sämisch einen erfahrenen Vertriebsmitarbeiter. Und Kunden. Wir drücken die Daumen!

Wie Next waren auch WeGrow unter den besten elf Teams im NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009: Allin Gasparian und Peter Diessenbacher verpassten der letztjährigen NUK-Abschlussfeier eine besondere Note, indem sie allen Gästen einen Kiribaum-Setzling mit auf den Heimweg gaben (was aus denen wohl wurde?). Seit rund vier Wochen sind die Bonner nun am Start mit einer sehr gelungenen Homepage und dem KiriFonds Deutschland, unterstützt wird WeGrow mittlerweile von einem Business Angel. Gestern berichtete sogar das ZDF über “Tropenholz als Geldanlage” (ab Minute 8’34).

Wachsen und Gedeihen – das gilt natürlich auch für viele weitere NUK-Ehemalige. Zu denen ja ab Dienstag auch die Teilnehmer des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2010 gehören…

Was auf die Ohren, Umsatzplus und ein Merci

Mittwoch, den 12. Mai 2010, von Sandra Mennig

Gleich drei Updates aus dem Hause true fruits: Ab Samstag, 15. Mai sind eine Woche lang die ersten Radiospots des NUK-Silbersiegers von 2006 zu hören, und zwar auf 1LIVE, WDR2 und WDR4.

Ein aktuelles Interview mit Inga Koster gibt es auch, in dem sie stolz berichtet, dass ihre junge Firma trotz Wirtschaftskrise und schrumpfendem Markt 2009 der schnellstwachsende Smoothiehersteller gewesen sei mit einem Anstieg der Marktanteile von 16,7 Prozent im Januar auf 28,5 im Dezember.

Das zuletzt mit dem Deutschen Gründerpreis ausgezeichnete Bonner Unternehmen revanchierte sich außerdem sehr charmant bei seinen Fans vor Ort: Als Dank an die Bürger der Bundesstadt, die durch ihre Unterstützung diese renommierte Würdigung mitermöglicht hatten, verteilten true fruits kostenlos ihre Ganzfruchtsäfte in der Innenstadt. Und weil die Crew um Inga Koster, Marco Knauf und Nicolas Lecloux nie um eine pfiffige Marketingidee verlegen ist und die Social Media-Klaviatur meisterlich bedient, entstanden bei der Aktion gleich Fotos von gefühlt halb Bonn, aus denen dann noch ein fast meditatives Video wurde:

Nachtrag:Hier kann man einen der Radiospots von true fruits auch anhören und bewerten. Man erfährt außerdem, dass die Audioreklame auf der Marketing-Kampagne “fuc – frequently unasked consulting” beruht. Diese nimmt die vielen vermeintlich guten Ratschläge aufs Korn, mit denen die Gründer zu Beginn konfrontiert wurden. Natürlich nicht bei NUK, hoffen wir mal…

Die Sendung mit den COUPIES

Freitag, den 26. Februar 2010, von Sandra Mennig

Sie gehören zu den 14 besten Gründerteams aus 199 in Stufe 1 des 13. NUK-Businessplan-Wettbewerbs: COUPIES aus Köln. Am kommenden Dienstagabend entscheidet sich bei der Prämierungsfeier im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, ob die Jungs auch einen Preis mit nach Hause nehmen.

Das clevere Studentenprojekt konnte jedenfalls schon ordentlich mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In diesem RTL-Clip etwa wird die Sache mit den Handy-Rabattmarken im beliebten Duktus eines Kinderprogrammklassikers erklärt:

Nachtrag: Chakka!

Animiert von Aachen nach Berlin

Montag, den 7. Dezember 2009, von Sandra Mennig

Sehr hübscher Trickfilm im Blog von VerkehrsmittelVergleich.de , der ganz ohne Worte und in knapp eineinhalb Minuten erklärt, warum preisbewusste Deutschlandreisende um das Angebot des 2. Siegers des NUK-Businessplan-Wettbwerbs 2009 nicht herumkommen. Wenn sie schnell und günstig z.B. von Aachen in die Hauptstadt gelangen, und dafür nicht tausend verschiedene Portale konsultieren wollen:

Nachtrag: In dieser aktuellen Bestenliste wird VerkehrsmittelVergleich.de als eines von zehn besonders vielversprechenden Start-ups des Jahres geführt.

Von der Friseurin zur Forscherin

Montag, den 30. November 2009, von Sandra Mennig

Eine Friseurmeisterin am Mikroskop? Nicht ungewöhnlich für Irmgard Lehmann, mit Hairstyler’s Heaven Förderpreisträgerin in Stufe 1 und 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2007. Die Kölnerin forschte über vier Jahre und testete ihre Erfindung weitere drei Jahre in der Praxis, bevor sie sich ihre innovative Therapie THN® gegen brüchige Flechten patentieren lassen konnte. Nun sucht die Haarstrukturspezialistin, die bereits unter den Ausgezeichneten des Kölner Innovationspreises 2006 war, deutschlandweit Kooperationspartner. Das erzählt sie auch in dem folgenden zweiminütigen Sat.1-Portrait, das am 24. November ausgestrahlt wurde:

Weitere Informationen unter www.hairstylers.de.

Von der Kunst der Kommunikation

Dienstag, den 20. Oktober 2009, von Sandra Mennig

Am vergangenen Montag fand mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Düsseldorf das NUK-Presseseminar statt, das NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. jeden Herbst ausgewählten Alumni des NUK-Businessplan-Wettbewerbs anbietet. Wie immer leitete Tom Buschardt von NUK-Alumni-Sponsor die-journalisten.de GmbH die eintägige Weiterbildungsmaßnahme. Im Folgenden schildert Teilnehmer Jan-Martin Lichte von biz.agent, Nominee in Stufe 1 und 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2009, seine Eindrücke.

Mit krassen Beispielen wie „Schlafmanagement“ (= Folter durch Schlafentzug) und „Wirkungstrinker“ (= Alkoholiker) brachte es Tom Buschardt auf den Punkt: Unsere Sprache ist dehnbarer, als wir gemeinhin annehmen – es kommt immer darauf an, wie man etwas kommuniziert!

Aber was hat das mit uns als Gründern zu tun? Wer gibt schon so viele Interviews, dass er wissen muss, wie man auf unliebsame Fragen eben nicht antwortet? Habe ich beispielsweise das Recht, den Text meines Interviews zu kontrollieren und freizugeben, bevor er gedruckt wird? Habe ich nicht, es sei denn, ich habe es VORHER ausgehandelt. Dürfen Videoaufnahmen gesendet werden, die bei einem unangekündigten Besuch mit laufender Kamera in meinem Unternehmen entstanden sind? Ja, und zwar so lange, bis jemand widersprochen hat.

Ganz konkret anwendbar für uns Gründer: ein Beispiel zum Thema Krisenmanagement, durchgespielt mit der ebenfalls anwesenden erfolgreichen NUK-Gründerin des Bio-Schnellrestaurants „Pick-A-Pea“: Angenommen, ein Fußballstar isst bei ihr zu Mittag und kann anschließend wegen einer Magenverstimmung nicht mehr spielen. Das Spiel gegen Bayern München geht verloren! Am nächsten Tag titelt BILD: Kölner Currywurst lässt Bayern siegen!

Was tun? Eine Gegendarstellung erzwingen? Sich in beleidigtes Schweigen hüllen? Nach Mexiko auswandern? Oder lieber einen Deal suchen mit den Redakteuren der Medien, die sich mit Vorliebe auf „Skandalthemen“ stürzen? Eins wurde klar angesichts der „Fieberkurve“ eines Skandals: Nach Gerüchte-Phase, Enthüllungs-Phase, Sachlicher Phase und Bilanzierungs-Phase bleibt auch Jahrzehnte später noch immer eine Wirkung nach, wie z.B. das berühmte Beispiel von McDonalds im McLibel Case zeigt.

Neben diesen aufsehenerregenden Themen wurde im NUK-Presseseminar auch fürs Tagesgeschäft einiges geboten. Sarah Stoimenoff von agentur05 schilderte eindrücklich wie PR-Arbeit funktioniert, am Beispiel eines „Pressegesprächs“ für die RWE-Elektroauto-Sparte. Aber wie weit ist dieses Beispiel auf unsere konkrete Situation als Gründer übertragbar? Vieles bleibt den großen etablierten Unternehmen vorbehalten: aufwändige Werbegeschenke, selbstorganisierte Veranstaltungen mit großer Teilnehmerzahl, oder großflächige Messeauftritte mit Prominentenbesuchen. Was bleibt, ist das Handwerkszeug , mit dem es auch kleinen Unternehmen gelingen kann, mit Fleiß und Methodik eine solide und erfolgreiche Pressearbeit durchzuführen: Presseverteiler, Adress-Datenbanken für Medienkontakte, Presseportale und auch die ganz praktische Veranstaltungsorganisation wurden mit vielen Praxistipps ausführlich besprochen.

Wer dem eingangs von Tom Buschardt geschilderten Arbeitsalltag eines Redakteurs gefolgt war, konnte nachvollziehen, warum umständliche Schilderungen des eigenen Werdegangs zum Gründer bei Anruf in einer Redaktion tödlich sind. Vierzig Sekunden maximal wird sich der Redakteur gönnen, um zu entscheiden, ob ihn der Anruf interessiert. In dieser Zeit muss die Botschaft rüberkommen, also bitte keine ausführlichen Anekdoten aus der Studentenzeit, sondern gleich zur Sache kommen.

Als Gründer frage ich mich natürlich, ob ich mein knappes Budget nicht lieber in Veranstaltungen direkt für Kunden investieren sollte. Die Beglückung von Journalisten mit Sekt, Häppchen und Werbe-USB-Sticks kann doch nur eine Zwischenetappe sein auf dem Weg zum Kunden, zu Aufträgen und zu Umsatz.

Mein Fazit nach dieser Veranstaltung ist, dass ich die PR auch für kleine Unternehmen als einen zunächst noch kleinen, aber wichtiger Baustein verstehen muss, der nicht vernachlässigt werden darf.

Ganz am Schluss kam noch ein heikles Thema auf: Produkt-Placement und Medienkooperation sind die Fachbegriffe für das, was man in meiner Jugend noch „Schleichwerbung“ nannte: In der Autozeitschrift tauchen Teambetreuer mit den Jacken einer Zigarettenmarke auf, oder im Szenemagazin haben die Aschenbecher und Einkaufstaschen die Farbe und das Logo einer anderen Marke. Vom Werbekunden bezahlte Artikel werden im Nachrichtenstil formuliert und sind von redaktionellen Texten kaum noch zu unterscheiden. Der unbedarfte Leser nimmt die Werbung nicht mehr als Werbung wahr und wird somit manipulierbar.

Ist das ethisch noch vertretbar, war meine kritische Frage. Tom Buschardt hatte uns im ersten Teil der Veranstaltung seinen persönlichen Berufsweg vom harten aber fairen Journalisten zum Leiter einer PR-Agentur geschildert – was war da mit ihm geschehen? Wie weit hatte er seine früheren Überzeugungen bewahren können, angesichts der Gepflogenheiten im PR-Markt? Auf einmal sah ich die ökonomischen Zwänge, denen auch ein so sachkundiger Mitmensch wie Tom Buschardt ausgesetzt ist. Ich wünsche mir und allen anderen Gründern, dass wir ökonomisch erfolgreich sein und trotzdem unseren Überzeugungen treu bleiben können.

Insgesamt ein äußerst gelungener und erkenntnisreicher Termin, auch wenn ich persönlich wohl noch einige Jahre brauchen werde, um dieses Wissen geschäftlich anwenden zu können. Wenn ich dann irgendwann einmal berühmt bin und von Journalistenhorden verfolgt werde, buche ich auf jeden Fall das Seminar „Wie sage ich nicht, was ich nicht sagen will“ bei Tom Buschardt, das habe ich mir schon fest vorgenommen!

Meinen Dank an NUK und die Wirtschaftsförderung Düsseldorf, die uns Alumni dieses Seminar ermöglichten!

biz.agent ist mehr als eine einfache E-Mail Software, da die eingebaute Intelligenz dem Benutzer das Sortieren und Strukturieren der Informationen abnimmt. biz.agent wird derzeit realisiert und voraussichtlich im Frühjahr 2010 als SaaS-Angebot verfügbar sein.

Wachstumsschub und Wegbegleiter – mit NUK besser zum Unternehmensstart

Dienstag, den 29. September 2009, von Sandra Mennig

Erfahrungsbericht von Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, WeGrow GmbH (i.Gr.)
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009, Top 11 Stufe 3

Alles begann mit einem Züchtungserfolg, den wir – Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, die beiden Gründer von WeGrow – im Rahmen mehrjähriger Selektions- und Forschungsarbeit erzielt hatten. Damit war die Vorbedingung für die erfolgreiche Umsetzung der WeGrow-Idee geschaffen. Nun hieß es einen Businessplan zu erstellen und durchzustarten. Aber wie erstellt man einen Businessplan?
„Kennt Ihr NUK?“, fragte uns der Gründerberater von der Universität Bonn. Wir schüttelten verlegen die Köpfe. „Dann schaut doch einfach mal auf die Homepage“. Das taten wir auch. Ein Businessplan-Wettbewerb, der genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort startet! Rein in den ungewohnten Businesslook und auf zu der Auftaktveranstaltung in Bonn. In den ersten Minuten war es bereits entschieden: „Nächstes Jahr stehen wir beide da vorne, klar?!“ Diese Prophezeiung sollte sich erfüllen.

Dies war also tatsächlich möglich: Man konnte aus einer Idee ein Unternehmen aufbauen. Es war keine Spinnerei, es gab viele andere, die auch für etwas Eigenes brannten. Es gab Fachleute, erfolgreiche Unternehmer, die sich die anfänglich schwammigen Ausführungen anhörten und nicht lachten oder einschliefen. Es gab also tatsächlich das Neue Unternehmertum, ein Rahmen, in dem man wachsen konnte, in dem man unter Gleichgesinnten war, in dem der frische Wind der Jungunternehmer wehte, die ein Ziel vor sich hatten. Hier waren wir richtig. Das WeGrow-Team reichte den ersten „Businessplan“ ein. Im Nachhinein müssen wir diese Bezeichnung in Anführungsstriche setzen, denn nun ja… Das war eben erst der Anfang. Die ersten Gutachten waren nämlich ernüchternd: gute Idee, der Rest ließ viele Fragen offen. Auf in den Kampf, die räumen wir doch locker aus! So locker ging es dann doch nicht.

Das NUK-Konzept, der Aufbau des Wettbewerbs, die intensive und professionelle Begleitung, all das bewirkt vor allem eines: ins Detail zu gehen, sich intensiver auseinanderzusetzen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Erschreckend, wie viele Baustellen sich in der Tiefe verstecken!
Wir absolvierten zahlreiche Coachings und führten viele Gespräche mit hochkarätigen Vertretern aus den Berufsfeldern Unternehmensberatung, Recht, Marketing, Vertrieb sowie mit erfahrenen Unternehmern. Aus der Idee wurde immer mehr ein umsetzbares Konzept, aus den ersten Gesprächen konkrete Partnerschaften. Von Stufe zu Stufe vervollständigte sich auch der Businessplan und aus uns, den beiden Gründern, wurden junge Unternehmer.

Bis zur dritten und letzten Wettbewerbsstufe durchlief unser Geschäftskonzept zahlreiche professionelle und kritische Begutachtungen und wir präsentierten auf der Abschlussveranstaltung als eines der elf nominierten Teams – immerhin von über 240 eingereichten Geschäftsmodellen – unser Konzept vor über 200 Gästen aus Wirtschaft, Presse und Forschung. Daraus ergaben sich neue Gespräche und wertvolle Kontakte.

Heute sind fast zehn Monate vergangen, in denen wir intensiv und leidenschaftlich an unserem WeGrow-Geschäftskonzept gearbeitet haben. Nicht nur die Idee hat sich entwickelt, die ersten Demonstrationsflächen wurden angelegt, die ersten Presseartikel sind erschienen und auch wir sind gereift. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, das Geschäftskonzept kann schnell und einfach umgesetzt werden. Ob es auch ohne NUK gegangen wäre? Sagen wir, mit NUK ging es besser!

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei dem großartigen NUK- Netzwerk bedanken: Mögen die Coaches niemals müde werden, sich in ihrer kostbaren Freizeit für die Gründer einzusetzen. Mögen sie nicht die Geduld verlieren und vor allem niemals aufhören, ehrlich zu sein.
Jedem, der das Brennen in sich spürt, andere Wege gehen zu wollen, sollte es tun. NUK begleitet eine entscheidende Strecke mit und trägt auch manchmal den Rucksack, aber den festen Willen ans Ziel zu kommen, den muss man schon selbst mitbringen.

Weitere Informationen unter www.we-grow.de und in diesem Artikel im Bonner General-Anzeiger.

WeGrow GmbH (i.Gr.) – Wir lassen für Sie Bäume wachsen
Gründer: Allin Gasparian, Peter Diessenbacher; Bonn
Geschäftsidee:
Die Gründer ermöglichen die Investition in ökologisch nachhaltig bewirtschaftete Edelholzplantagen in Europa. WeGrow übernimmt im Dienstleistungsauftrag für die Kunden die Pflanzung des extrem schnellwüchsigen Kiribaumes, die Pflege und Ernte der Plantagen – durch einen Züchtungserfolg bereits nach zehn Jahren – sowie den Verkauf des Edelholzes. Diese neuartige Grüne Geldanlage bietet neben sicheren und attraktiven Renditen auch ein gutes Gefühl.


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Chronologie eines fruchtigen Triumphes

Montag, den 6. Juli 2009, von Sandra Mennig

Im NUK-Büro trinken wir ja seit Tagen nur noch diese Smoothies in den schicken Glasflaschen. Warum? Weil die true fruits, 2. Sieger des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2006, letzte Woche mit dem Deutschen Gründerpreis in der Nachwuchs-Kategorie ausgezeichnet wurden. Und bei dem Wetter…

Jetzt gibt es im Firmenblog der Senkrechtstarter einen vergnüglichen Blick hinter die Kulissen der Verleihungsgala am 30. Juni in Berlin nachzulesen. Prost!

(Foto: Franziska Krug)

1 Mann – 5 Projekte: das Konzept von 1stMOVER

Dienstag, den 23. Juni 2009, von Sandra Mennig

Heute endet der der 12. NUK-Businessplan-Wettbewerb (mit einem beachtlichen Einreichungsrekord übrigens), lassen wir doch mal die interessantesten Gründerteams Revue passieren – und siehe da, es gibt da einen Herrn, der gleich mit zwei unterschiedlichen Teams in diesem Jahr bei NUK zu den Preisträgern gehörte: Dr. Klemens Gaida schaffte es mit IdeenPartner unter die Förderpreisträger der Stufe 1, und mit Help4Fun unter die Nominees der Stufe 2. Wie geht denn das? Nun, wir haben es hier mit einem “Inkubator für Innovation in der Net Economy” zu tun, wie uns Dr. Gaida freundlicherweise im Folgenden schildert:

Zweimal Klemens Gaida: links als "Ideenpartner" und rechts als Teammitglied von "Help4Fun"

Zweimal Dr. Klemens Gaida im NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009: links als "IdeenPartner", rechts als Teammitglied von Help4Fun

Die Idee zum Aufbau des Unternehmens 1stMOVER für Start-up-Gründungen in der Net Economy entstand bei der parallelen Bearbeitung mehrerer Geschäftsideen mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, bei der vielfache Gemeinsamkeiten und Synergieeffekte zwischen den Projekten deutlich wurden.
Dies betrifft

  • die geschäftliche Ausrichtung (Webplattformen für Produktion und/ oder Verkauf von Produkten & Dienstleistungen – „Net Economy“),
  • die Finanzierung (Investitionen von Arbeitsleistung und von Seed Fundings, jeweils mit Erhalt von Unternehmensanteilen) und
  • die Arbeitsmethodik & Mittel der Projekte (Machbarkeitsstudien, Prototypentwicklungen, Software Frameworks, Markttests und Markteinführungen).

Die Geschäftsidee: Statt der bisher isolierten Durchführung einzelner Innovationsprojekte werden diese unter dem Dach von 1stMOVER gebündelt und von dort aus realisiert und (teil-) finanziert. 1stMOVER stellt sich damit als Inkubator auf und steuert auf der Basis von (Teil-) Finanzierungen & operativem Einsatz ein Portfolio eigener Start-ups.

Der Kundennutzen: Kooperationspartner, mit denen ein gemeinsames Start-up aufgebaut wird, profitieren von der Spezialisierung und Projektbündelung von 1stMOVER: Professionelle Konzeptarbeit & Umsetzung sowie Entwicklungs- & Vermarktungssynergien zwischen Projekten und damit erheblich verbesserte Erfolgsaussichten für die einzelnen Innovationsprojekte sind das Resultat. Darüber hinaus bieten sich Business Angels, Venture Capitalists (VCs) oder Corporate Investors neue Investitionsmöglichkeiten entweder in einzelne Start-ups von 1stMOVER oder in 1stMOVER selbst.

Der Markt: Der Markt des Frühphasen-Innovationsmanagements in der Net Economy ist heute gekennzeichnet von einer großen Anzahl isolierter Einzelprojekte sehr unterschiedlicher Qualität bei der Komposition & Umsetzung von Geschäftsideen. Die Marktbereinigung erfolgt durch das „Trial & Error“ der einzelnen Jungunternehmer selbst und nicht frühzeitig durch die systematische Bewertung & Auswahl von Ideen aus einem dafür betriebenen Ideenpool.

Das Unternehmenskonzept: 1stMOVER startet mit einem Netzwerk freier Mitarbeiter und wird dann im Laufe von fünf Jahren als GmbH mit elf Festangestellten inklusive Geschäftsführung ein Projektportfolio mit 350
geprüften Geschäftsideen, 70 realisierten Ideenprojekten und 18 gegründeten Start-ups aufbauen, die fallspezifisch Anteilsdividenden oder Beratungshonorare erlösen. Die ersten fünf Ideenprojekte wurden bereits initiiert:

  • Help4Fun” – Webportal & Börse für lokale Hilfsprojekte mit Event- & Mitmachcharakter
  • LIKETV” – Webvideo-Produktion für Mittelstandskunden & Agenturen
  • “IdeenPartner” – Webvermittlungsplattform für Ideengeber, Experten, Macher und Kleininvestoren
  • “Auchhaben.de” – Webshop mit Product Placements im öffentlichen Raum
  • “UnserGeschenkbuch” – Gemeinschaftliche Erstellung von Digitaldruckerzeugnissen

Das Team: Inhaber und Geschäftsführer bin ich, Dr. Klemens Gaida. Durch meine achtjährige Tätigkeit als Partner der Managementberatung Eutelis Consult (T-Systems International) und meine siebenjährige Tätigkeit als Innovations- & Entwicklungsleiter von Vodafone decke ich das Kompetenz- und Leistungsspektrum von 1stMOVER in allen wichtigen Punkten ab. Unter meiner Leitung wird ein Team erfahrener und hochkarätiger Inkubationsmanager aufgebaut.

Die Unternehmensvision: Mit dem systematischen Aufbau des 1stMOVER-Teams und Projektportfolios wird die Grundlage für ein skalierbares Geschäftsmodell geschaffen, das langfristig ein Vielfaches der 5-Jahres-Ziele erwirtschaftet und 1stMOVER in Deutschland zu einem der Marktführer für die Inkubation von Net Economy-Innovationsprojekten macht.