Archiv der Kategorie ‘Teilnehmer/Alumni‘

Die Sendung mit den COUPIES

Freitag, den 26. Februar 2010, von Sandra Mennig

Sie gehören zu den 14 besten Gründerteams aus 199 in Stufe 1 des 13. NUK-Businessplan-Wettbewerbs: COUPIES aus Köln. Am kommenden Dienstagabend entscheidet sich bei der Prämierungsfeier im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, ob die Jungs auch einen Preis mit nach Hause nehmen.

Das clevere Studentenprojekt konnte jedenfalls schon ordentlich mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In diesem RTL-Clip etwa wird die Sache mit den Handy-Rabattmarken im beliebten Duktus eines Kinderprogrammklassikers erklärt:

Nachtrag: Chakka!

Animiert von Aachen nach Berlin

Montag, den 7. Dezember 2009, von Sandra Mennig

Sehr hübscher Trickfilm im Blog von VerkehrsmittelVergleich.de , der ganz ohne Worte und in knapp eineinhalb Minuten erklärt, warum preisbewusste Deutschlandreisende um das Angebot des 2. Siegers des NUK-Businessplan-Wettbwerbs 2009 nicht herumkommen. Wenn sie schnell und günstig z.B. von Aachen in die Hauptstadt gelangen, und dafür nicht tausend verschiedene Portale konsultieren wollen:

Nachtrag: In dieser aktuellen Bestenliste wird VerkehrsmittelVergleich.de als eines von zehn besonders vielversprechenden Start-ups des Jahres geführt.

Von der Friseurin zur Forscherin

Montag, den 30. November 2009, von Sandra Mennig

Eine Friseurmeisterin am Mikroskop? Nicht ungewöhnlich für Irmgard Lehmann, mit Hairstyler’s Heaven Förderpreisträgerin in Stufe 1 und 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2007. Die Kölnerin forschte über vier Jahre und testete ihre Erfindung weitere drei Jahre in der Praxis, bevor sie sich ihre innovative Therapie THN® gegen brüchige Flechten patentieren lassen konnte. Nun sucht die Haarstrukturspezialistin, die bereits unter den Ausgezeichneten des Kölner Innovationspreises 2006 war, deutschlandweit Kooperationspartner. Das erzählt sie auch in dem folgenden zweiminütigen Sat.1-Portrait, das am 24. November ausgestrahlt wurde:

Weitere Informationen unter www.hairstylers.de.

Von der Kunst der Kommunikation

Dienstag, den 20. Oktober 2009, von Sandra Mennig

Am vergangenen Montag fand mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Düsseldorf das NUK-Presseseminar statt, das NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. jeden Herbst ausgewählten Alumni des NUK-Businessplan-Wettbewerbs anbietet. Wie immer leitete Tom Buschardt von NUK-Alumni-Sponsor die-journalisten.de GmbH die eintägige Weiterbildungsmaßnahme. Im Folgenden schildert Teilnehmer Jan-Martin Lichte von biz.agent, Nominee in Stufe 1 und 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2009, seine Eindrücke.

Mit krassen Beispielen wie „Schlafmanagement“ (= Folter durch Schlafentzug) und „Wirkungstrinker“ (= Alkoholiker) brachte es Tom Buschardt auf den Punkt: Unsere Sprache ist dehnbarer, als wir gemeinhin annehmen – es kommt immer darauf an, wie man etwas kommuniziert!

Aber was hat das mit uns als Gründern zu tun? Wer gibt schon so viele Interviews, dass er wissen muss, wie man auf unliebsame Fragen eben nicht antwortet? Habe ich beispielsweise das Recht, den Text meines Interviews zu kontrollieren und freizugeben, bevor er gedruckt wird? Habe ich nicht, es sei denn, ich habe es VORHER ausgehandelt. Dürfen Videoaufnahmen gesendet werden, die bei einem unangekündigten Besuch mit laufender Kamera in meinem Unternehmen entstanden sind? Ja, und zwar so lange, bis jemand widersprochen hat.

Ganz konkret anwendbar für uns Gründer: ein Beispiel zum Thema Krisenmanagement, durchgespielt mit der ebenfalls anwesenden erfolgreichen NUK-Gründerin des Bio-Schnellrestaurants „Pick-A-Pea“: Angenommen, ein Fußballstar isst bei ihr zu Mittag und kann anschließend wegen einer Magenverstimmung nicht mehr spielen. Das Spiel gegen Bayern München geht verloren! Am nächsten Tag titelt BILD: Kölner Currywurst lässt Bayern siegen!

Was tun? Eine Gegendarstellung erzwingen? Sich in beleidigtes Schweigen hüllen? Nach Mexiko auswandern? Oder lieber einen Deal suchen mit den Redakteuren der Medien, die sich mit Vorliebe auf „Skandalthemen“ stürzen? Eins wurde klar angesichts der „Fieberkurve“ eines Skandals: Nach Gerüchte-Phase, Enthüllungs-Phase, Sachlicher Phase und Bilanzierungs-Phase bleibt auch Jahrzehnte später noch immer eine Wirkung nach, wie z.B. das berühmte Beispiel von McDonalds im McLibel Case zeigt.

Neben diesen aufsehenerregenden Themen wurde im NUK-Presseseminar auch fürs Tagesgeschäft einiges geboten. Sarah Stoimenoff von agentur05 schilderte eindrücklich wie PR-Arbeit funktioniert, am Beispiel eines „Pressegesprächs“ für die RWE-Elektroauto-Sparte. Aber wie weit ist dieses Beispiel auf unsere konkrete Situation als Gründer übertragbar? Vieles bleibt den großen etablierten Unternehmen vorbehalten: aufwändige Werbegeschenke, selbstorganisierte Veranstaltungen mit großer Teilnehmerzahl, oder großflächige Messeauftritte mit Prominentenbesuchen. Was bleibt, ist das Handwerkszeug , mit dem es auch kleinen Unternehmen gelingen kann, mit Fleiß und Methodik eine solide und erfolgreiche Pressearbeit durchzuführen: Presseverteiler, Adress-Datenbanken für Medienkontakte, Presseportale und auch die ganz praktische Veranstaltungsorganisation wurden mit vielen Praxistipps ausführlich besprochen.

Wer dem eingangs von Tom Buschardt geschilderten Arbeitsalltag eines Redakteurs gefolgt war, konnte nachvollziehen, warum umständliche Schilderungen des eigenen Werdegangs zum Gründer bei Anruf in einer Redaktion tödlich sind. Vierzig Sekunden maximal wird sich der Redakteur gönnen, um zu entscheiden, ob ihn der Anruf interessiert. In dieser Zeit muss die Botschaft rüberkommen, also bitte keine ausführlichen Anekdoten aus der Studentenzeit, sondern gleich zur Sache kommen.

Als Gründer frage ich mich natürlich, ob ich mein knappes Budget nicht lieber in Veranstaltungen direkt für Kunden investieren sollte. Die Beglückung von Journalisten mit Sekt, Häppchen und Werbe-USB-Sticks kann doch nur eine Zwischenetappe sein auf dem Weg zum Kunden, zu Aufträgen und zu Umsatz.

Mein Fazit nach dieser Veranstaltung ist, dass ich die PR auch für kleine Unternehmen als einen zunächst noch kleinen, aber wichtiger Baustein verstehen muss, der nicht vernachlässigt werden darf.

Ganz am Schluss kam noch ein heikles Thema auf: Produkt-Placement und Medienkooperation sind die Fachbegriffe für das, was man in meiner Jugend noch „Schleichwerbung“ nannte: In der Autozeitschrift tauchen Teambetreuer mit den Jacken einer Zigarettenmarke auf, oder im Szenemagazin haben die Aschenbecher und Einkaufstaschen die Farbe und das Logo einer anderen Marke. Vom Werbekunden bezahlte Artikel werden im Nachrichtenstil formuliert und sind von redaktionellen Texten kaum noch zu unterscheiden. Der unbedarfte Leser nimmt die Werbung nicht mehr als Werbung wahr und wird somit manipulierbar.

Ist das ethisch noch vertretbar, war meine kritische Frage. Tom Buschardt hatte uns im ersten Teil der Veranstaltung seinen persönlichen Berufsweg vom harten aber fairen Journalisten zum Leiter einer PR-Agentur geschildert – was war da mit ihm geschehen? Wie weit hatte er seine früheren Überzeugungen bewahren können, angesichts der Gepflogenheiten im PR-Markt? Auf einmal sah ich die ökonomischen Zwänge, denen auch ein so sachkundiger Mitmensch wie Tom Buschardt ausgesetzt ist. Ich wünsche mir und allen anderen Gründern, dass wir ökonomisch erfolgreich sein und trotzdem unseren Überzeugungen treu bleiben können.

Insgesamt ein äußerst gelungener und erkenntnisreicher Termin, auch wenn ich persönlich wohl noch einige Jahre brauchen werde, um dieses Wissen geschäftlich anwenden zu können. Wenn ich dann irgendwann einmal berühmt bin und von Journalistenhorden verfolgt werde, buche ich auf jeden Fall das Seminar „Wie sage ich nicht, was ich nicht sagen will“ bei Tom Buschardt, das habe ich mir schon fest vorgenommen!

Meinen Dank an NUK und die Wirtschaftsförderung Düsseldorf, die uns Alumni dieses Seminar ermöglichten!

biz.agent ist mehr als eine einfache E-Mail Software, da die eingebaute Intelligenz dem Benutzer das Sortieren und Strukturieren der Informationen abnimmt. biz.agent wird derzeit realisiert und voraussichtlich im Frühjahr 2010 als SaaS-Angebot verfügbar sein.

Wachstumsschub und Wegbegleiter – mit NUK besser zum Unternehmensstart

Dienstag, den 29. September 2009, von Sandra Mennig

Erfahrungsbericht von Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, WeGrow GmbH (i.Gr.)
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009, Top 11 Stufe 3

Alles begann mit einem Züchtungserfolg, den wir – Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, die beiden Gründer von WeGrow – im Rahmen mehrjähriger Selektions- und Forschungsarbeit erzielt hatten. Damit war die Vorbedingung für die erfolgreiche Umsetzung der WeGrow-Idee geschaffen. Nun hieß es einen Businessplan zu erstellen und durchzustarten. Aber wie erstellt man einen Businessplan?
„Kennt Ihr NUK?“, fragte uns der Gründerberater von der Universität Bonn. Wir schüttelten verlegen die Köpfe. „Dann schaut doch einfach mal auf die Homepage“. Das taten wir auch. Ein Businessplan-Wettbewerb, der genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort startet! Rein in den ungewohnten Businesslook und auf zu der Auftaktveranstaltung in Bonn. In den ersten Minuten war es bereits entschieden: „Nächstes Jahr stehen wir beide da vorne, klar?!“ Diese Prophezeiung sollte sich erfüllen.

Dies war also tatsächlich möglich: Man konnte aus einer Idee ein Unternehmen aufbauen. Es war keine Spinnerei, es gab viele andere, die auch für etwas Eigenes brannten. Es gab Fachleute, erfolgreiche Unternehmer, die sich die anfänglich schwammigen Ausführungen anhörten und nicht lachten oder einschliefen. Es gab also tatsächlich das Neue Unternehmertum, ein Rahmen, in dem man wachsen konnte, in dem man unter Gleichgesinnten war, in dem der frische Wind der Jungunternehmer wehte, die ein Ziel vor sich hatten. Hier waren wir richtig. Das WeGrow-Team reichte den ersten „Businessplan“ ein. Im Nachhinein müssen wir diese Bezeichnung in Anführungsstriche setzen, denn nun ja… Das war eben erst der Anfang. Die ersten Gutachten waren nämlich ernüchternd: gute Idee, der Rest ließ viele Fragen offen. Auf in den Kampf, die räumen wir doch locker aus! So locker ging es dann doch nicht.

Das NUK-Konzept, der Aufbau des Wettbewerbs, die intensive und professionelle Begleitung, all das bewirkt vor allem eines: ins Detail zu gehen, sich intensiver auseinanderzusetzen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Erschreckend, wie viele Baustellen sich in der Tiefe verstecken!
Wir absolvierten zahlreiche Coachings und führten viele Gespräche mit hochkarätigen Vertretern aus den Berufsfeldern Unternehmensberatung, Recht, Marketing, Vertrieb sowie mit erfahrenen Unternehmern. Aus der Idee wurde immer mehr ein umsetzbares Konzept, aus den ersten Gesprächen konkrete Partnerschaften. Von Stufe zu Stufe vervollständigte sich auch der Businessplan und aus uns, den beiden Gründern, wurden junge Unternehmer.

Bis zur dritten und letzten Wettbewerbsstufe durchlief unser Geschäftskonzept zahlreiche professionelle und kritische Begutachtungen und wir präsentierten auf der Abschlussveranstaltung als eines der elf nominierten Teams – immerhin von über 240 eingereichten Geschäftsmodellen – unser Konzept vor über 200 Gästen aus Wirtschaft, Presse und Forschung. Daraus ergaben sich neue Gespräche und wertvolle Kontakte.

Heute sind fast zehn Monate vergangen, in denen wir intensiv und leidenschaftlich an unserem WeGrow-Geschäftskonzept gearbeitet haben. Nicht nur die Idee hat sich entwickelt, die ersten Demonstrationsflächen wurden angelegt, die ersten Presseartikel sind erschienen und auch wir sind gereift. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, das Geschäftskonzept kann schnell und einfach umgesetzt werden. Ob es auch ohne NUK gegangen wäre? Sagen wir, mit NUK ging es besser!

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei dem großartigen NUK- Netzwerk bedanken: Mögen die Coaches niemals müde werden, sich in ihrer kostbaren Freizeit für die Gründer einzusetzen. Mögen sie nicht die Geduld verlieren und vor allem niemals aufhören, ehrlich zu sein.
Jedem, der das Brennen in sich spürt, andere Wege gehen zu wollen, sollte es tun. NUK begleitet eine entscheidende Strecke mit und trägt auch manchmal den Rucksack, aber den festen Willen ans Ziel zu kommen, den muss man schon selbst mitbringen.

Weitere Informationen unter www.we-grow.de und in diesem Artikel im Bonner General-Anzeiger.

WeGrow GmbH (i.Gr.) – Wir lassen für Sie Bäume wachsen
Gründer: Allin Gasparian, Peter Diessenbacher; Bonn
Geschäftsidee:
Die Gründer ermöglichen die Investition in ökologisch nachhaltig bewirtschaftete Edelholzplantagen in Europa. WeGrow übernimmt im Dienstleistungsauftrag für die Kunden die Pflanzung des extrem schnellwüchsigen Kiribaumes, die Pflege und Ernte der Plantagen – durch einen Züchtungserfolg bereits nach zehn Jahren – sowie den Verkauf des Edelholzes. Diese neuartige Grüne Geldanlage bietet neben sicheren und attraktiven Renditen auch ein gutes Gefühl.


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Chronologie eines fruchtigen Triumphes

Montag, den 6. Juli 2009, von Sandra Mennig

Im NUK-Büro trinken wir ja seit Tagen nur noch diese Smoothies in den schicken Glasflaschen. Warum? Weil die true fruits, 2. Sieger des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2006, letzte Woche mit dem Deutschen Gründerpreis in der Nachwuchs-Kategorie ausgezeichnet wurden. Und bei dem Wetter…

Jetzt gibt es im Firmenblog der Senkrechtstarter einen vergnüglichen Blick hinter die Kulissen der Verleihungsgala am 30. Juni in Berlin nachzulesen. Prost!

(Foto: Franziska Krug)

1 Mann - 5 Projekte: das Konzept von 1stMOVER

Dienstag, den 23. Juni 2009, von Sandra Mennig

Heute endet der der 12. NUK-Businessplan-Wettbewerb (mit einem beachtlichen Einreichungsrekord übrigens), lassen wir doch mal die interessantesten Gründerteams Revue passieren - und siehe da, es gibt da einen Herrn, der gleich mit zwei unterschiedlichen Teams in diesem Jahr bei NUK zu den Preisträgern gehörte: Dr. Klemens Gaida schaffte es mit IdeenPartner unter die Förderpreisträger der Stufe 1, und mit Help4Fun unter die Nominees der Stufe 2. Wie geht denn das? Nun, wir haben es hier mit einem “Inkubator für Innovation in der Net Economy” zu tun, wie uns Dr. Gaida freundlicherweise im Folgenden schildert:

Zweimal Klemens Gaida: links als "Ideenpartner" und rechts als Teammitglied von "Help4Fun"

Zweimal Dr. Klemens Gaida im NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009: links als "IdeenPartner", rechts als Teammitglied von Help4Fun

Die Idee zum Aufbau des Unternehmens 1stMOVER für Start-up-Gründungen in der Net Economy entstand bei der parallelen Bearbeitung mehrerer Geschäftsideen mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, bei der vielfache Gemeinsamkeiten und Synergieeffekte zwischen den Projekten deutlich wurden.
Dies betrifft

  • die geschäftliche Ausrichtung (Webplattformen für Produktion und/ oder Verkauf von Produkten & Dienstleistungen – „Net Economy“),
  • die Finanzierung (Investitionen von Arbeitsleistung und von Seed Fundings, jeweils mit Erhalt von Unternehmensanteilen) und
  • die Arbeitsmethodik & Mittel der Projekte (Machbarkeitsstudien, Prototypentwicklungen, Software Frameworks, Markttests und Markteinführungen).

Die Geschäftsidee: Statt der bisher isolierten Durchführung einzelner Innovationsprojekte werden diese unter dem Dach von 1stMOVER gebündelt und von dort aus realisiert und (teil-) finanziert. 1stMOVER stellt sich damit als Inkubator auf und steuert auf der Basis von (Teil-) Finanzierungen & operativem Einsatz ein Portfolio eigener Start-ups.

Der Kundennutzen: Kooperationspartner, mit denen ein gemeinsames Start-up aufgebaut wird, profitieren von der Spezialisierung und Projektbündelung von 1stMOVER: Professionelle Konzeptarbeit & Umsetzung sowie Entwicklungs- & Vermarktungssynergien zwischen Projekten und damit erheblich verbesserte Erfolgsaussichten für die einzelnen Innovationsprojekte sind das Resultat. Darüber hinaus bieten sich Business Angels, Venture Capitalists (VCs) oder Corporate Investors neue Investitionsmöglichkeiten entweder in einzelne Start-ups von 1stMOVER oder in 1stMOVER selbst.

Der Markt: Der Markt des Frühphasen-Innovationsmanagements in der Net Economy ist heute gekennzeichnet von einer großen Anzahl isolierter Einzelprojekte sehr unterschiedlicher Qualität bei der Komposition & Umsetzung von Geschäftsideen. Die Marktbereinigung erfolgt durch das „Trial & Error“ der einzelnen Jungunternehmer selbst und nicht frühzeitig durch die systematische Bewertung & Auswahl von Ideen aus einem dafür betriebenen Ideenpool.

Das Unternehmenskonzept: 1stMOVER startet mit einem Netzwerk freier Mitarbeiter und wird dann im Laufe von fünf Jahren als GmbH mit elf Festangestellten inklusive Geschäftsführung ein Projektportfolio mit 350
geprüften Geschäftsideen, 70 realisierten Ideenprojekten und 18 gegründeten Start-ups aufbauen, die fallspezifisch Anteilsdividenden oder Beratungshonorare erlösen. Die ersten fünf Ideenprojekte wurden bereits initiiert:

  • Help4Fun” - Webportal & Börse für lokale Hilfsprojekte mit Event- & Mitmachcharakter
  • LIKETV” - Webvideo-Produktion für Mittelstandskunden & Agenturen
  • “IdeenPartner” - Webvermittlungsplattform für Ideengeber, Experten, Macher und Kleininvestoren
  • “Auchhaben.de” - Webshop mit Product Placements im öffentlichen Raum
  • “UnserGeschenkbuch” - Gemeinschaftliche Erstellung von Digitaldruckerzeugnissen

Das Team: Inhaber und Geschäftsführer bin ich, Dr. Klemens Gaida. Durch meine achtjährige Tätigkeit als Partner der Managementberatung Eutelis Consult (T-Systems International) und meine siebenjährige Tätigkeit als Innovations- & Entwicklungsleiter von Vodafone decke ich das Kompetenz- und Leistungsspektrum von 1stMOVER in allen wichtigen Punkten ab. Unter meiner Leitung wird ein Team erfahrener und hochkarätiger Inkubationsmanager aufgebaut.

Die Unternehmensvision: Mit dem systematischen Aufbau des 1stMOVER-Teams und Projektportfolios wird die Grundlage für ein skalierbares Geschäftsmodell geschaffen, das langfristig ein Vielfaches der 5-Jahres-Ziele erwirtschaftet und 1stMOVER in Deutschland zu einem der Marktführer für die Inkubation von Net Economy-Innovationsprojekten macht.

Gründer mit Geschmack

Donnerstag, den 11. Juni 2009, von Sandra Mennig

In der Reihe “Jetzt erst recht!” stellt die 17:30-Regionalnachrichtensendung von Sat.1 “besonders mutige Menschen aus Nordrhein-Westfalen” vor, die sich “trotz der aktuellen Wirtschaftskrise selbstständig machen”. Schirmherrin der Aktion ist NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

Nach Pick-a-Pea wurde nun mit flavourpearls vorgestern ein weiteres NUK-Gründerteam portraitiert. Als Hauptpreisträger in Stufe 1 und Förderpreisträger in Stufe 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2009 haben Benjamin Meyknecht, Jan Wiesmann und ihre Teamkollegen übrigens beste Chancen auf den Gesamtsieg am 23. Juni: Auch in Stufe 3 gehört ihr Geschäftskonzept zu den aromatischen Knallkügelchen zu den besten.

Folgen Sie diesem Link, um den zweiminütigen Beitrag anzusehen - vielen Dank an Sandra Schlesiger vom NRW-Gründungsnetzwerk Go! für den Hinweis!



Nachtrag:
Da der Bericht im Sat.1-Archiv nicht mehr abzurufen ist, hier eine Alternative:

Hilfe bei der wichtigen Weichenstellung Firmensoftware

Mittwoch, den 13. Mai 2009, von Wido Wirsam

Wie komme ich als Gründer eines jungen Technologie-Start-Ups günstig an Softwarelizenzen von Microsoft-Produkten heran? Bisher war das schwierig. Das neue Förderinstrument BizSpark schafft hier Abhilfe. Wido Wirsam von intuisoft schildert als einer der ersten Teilnehmer, warum er sich um die Aufnahme in das Programm bewarb.

Die Anträge auf Gründungszuschuss sind bewilligt, ein kleines Büro ist angemietet, einige Rechner gekauft und unser kleines Team ist gierig auf Arbeit. Doch nun stellt sich die Frage, welche Software wir im frischen Unternehmen einsetzen und welches Budget wir für die verschiedenen Softwareprodukte einplanen. Die Antwort auf diese Frage ist eine wichtige Weichenstellung für das Unternehmen und eine falsche Strategie kann sich später als fatal und teuer erweisen.
Gerade bei technologieorientierten Gründungen liegt ein besonderes Augenmerk auf der eingesetzten Software. Nicht nur für den operativen Betrieb, sondern vor allem für die Forschung, Produktentwicklung und Tests ist der Zugriff auf viele unterschiedliche Softwareprodukte nötig. Gerne möchte man verschiedene Produkte ausprobieren, die als kommerzielle Vollversionen für ein junges Unternehmen unerschwinglich sind.

Microsoft möchte für junge Unternehmen die Hürde zum Einsatz ihrer professionellen Produkte beseitigen. BizSpark ist ein Programm, um das sich junge Technologie-Start-Ups bewerben können. Die Teilnehmer bekommen flexiblen Zugriff auf eine Vielzahl von Microsoft Office-, Server- und Entwicklungssoftware. Natürlich will Microsoft auf diesem Wege (hoffentlich) zufriedene Kunden von morgen gewinnen. Denn nach Ablauf von drei Jahren müssen die Teilnehmer Softwarelizenzen zu regulären Konditionen erwerben. Trotzdem bietet diese Phase einen attraktiven Spielraum, um zu überprüfen welche Strategie hier die richtige ist. Auch technologisch und inhaltlich werden an das Unternehmen keine besonderen Bedingungen gestellt.
Im Falle von intuisoft ist es von Beginn an klar, dass als Entwicklungswerkzeuge und Serverplattformen zu einem großen Teil Microsoft-Technologien zum Einsatz kommen. D.h. hier steht weniger das Ausprobieren von Technologien im Vordergrund als vielmehr die Möglichkeit, bei der Auswahl von Plattformen und Produkten aus dem Vollen schöpfen zu können. So ist es möglich, unseren Kunden immer Lösungsszenarien anzubieten, die auf den aktuellsten Technologieplattformen aufsetzen. Wir können so neue Entwicklungszweige erschließen, ohne den Zwang „Wenn wir die Lizenz den XYZ-Servers kaufen, müssen wir auch mindestens soundso viele Lösungen darauf verkaufen“.

Ein Unternehmen, das an BizSpark interessiert ist, spricht nicht direkt Microsoft an, sondern wendet sich an einen der sogenannten Netzwerkpartner. Einer dieser Netzwerkpartner in Deutschland ist NUK Neues Unternehmertum Rheinland. Die Rolle von NUK besteht darin, geeignete Unternehmen zu identifizieren und zur Teilnahme an BizSpark vorzuschlagen. NUK kennt die Ausrichtungen der Teilnehmer am Businessplan-Wettbewerb sehr gut und kann so schon frühzeitig auf die beschriebenen Möglichkeiten zur Reduzierung von Kosten für Software hinweisen.
Neben der Software können die Teilnehmer an BizSpark auch von Supportleistungen profitieren und sich innerhalb des Netzwerkes Sichtbarkeit verschaffen und so Partner, Mitarbeiter und ggf. Investoren finden.

Wido Wirsam aus Bonn ist NUK-Alumnus und bietet mit seiner jungen Firma intuisoft Beratung und Umsetzung in den Bereichen SharePoint basierte Teamunterstützung und Mobile (location based) Solutions an.

Design - muss das sein?

Montag, den 4. Mai 2009, von Susanne Coenen und Nicole Slink

Susanne Coenen und Nicole Slink (v.l.) von Lockstoff Design

Das ist eine Frage, auf die jeder Unternehmer früher oder später stößt. Gerade in Zeiten von Finanzkrise und Unternehmensinsolvenzen ist kein Geld für den „schönen Schein“ übrig. Häufig wird das Budget für Werbung an erster Stelle eingespart. Wenn überhaupt ein Budget für Werbeausgaben vorhanden ist.

Doch wie der Name schon sagt: Ein Unternehmer muss etwas unternehmen. Genau solche Unternehmen meistern Krisenzeiten, die Profil zeigen. Das sind Unternehmen, welche sich eindeutig am Markt positionieren und ihre Werte und Leistungen klar und authentisch nach außen kommunizieren.

Dabei geht es nicht darum, schön auszusehen, sondern Stellung zu beziehen. Design ist ein Erfolgsfaktor. Egal in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist oder welche Größe es hat: Design ist ein Instrument, um die Grundlage für eine nachhaltige Kommunikation zu schaffen, mit der dann schließlich ein gewünschtes Image am Markt erzeugt wird. An dieser Stelle bietet es sich an, den berühmten Satz von Paul Watzlawick zu zitieren: „Man kann nicht nicht kommunizieren“.

Bei der Existenzgründung ist das eigene visuelle Erscheinungsbild ein Thema, was häufig nachrangig behandelt wird. Dabei steckt genau hier das Potenzial, seinem eigenen Unternehmen ein Gesicht zu verleihen und das von Anfang an.
Durch Design lässt sich eine Marke erschaffen, die das eigene Angebot mit dem richtigen Image transparent am Markt positioniert und verkauft. Natürlich ist dies weder mit einem Word-Clipart-Logo noch mit Eigenkreationen, die zum einen wertvolle Zeit kosten und zum anderen die eigenen Grenzen offenlegen, möglich. Hier sollte man Fachleute ans Werk lassen und diese Investition in das eigene Unternehmen schon zu Beginn einplanen. Designer stehen Existenzgründern bei Fragen zur eigenen Identität und zum Firmenauftritt beratend zur Seite und können hilfreiche Tipps zum Marketing und zur Unternehmenskommunikation geben.

Design muss nicht (nur) schön sein, sondern es muss eine Funktion erfüllen. Letztlich geht es um harte wirtschaftliche Fakten, nämlich darum, mit Design den Erfolg des Unternehmens und damit den Umsatz zu steigern. Und genau aus diesem Grund muss Design sein.

Susanne Coenen und Nicole Slink nahmen 2006 am NUK-Businessplan-Wettbewerbs teil und gründeten in diesem Jahr auch Lockstoff Design . Das Grevenbroicher Büro für Kommunikationsdesign hat sich auf die visuelle Unternehmenskommunikation spezialisiert und wurde u.a. bereits mehrfach bei dem internationalen Designwettbewerb red dot award ausgezeichnet.