Geheimnis gelüftet
Freitag, den 5. März 2010, von Sandra MennigWer wissen will, wem diese Urkunden überreicht wurden - hier entlang!
Wer wissen will, wem diese Urkunden überreicht wurden - hier entlang!
Sie gehören zu den 14 besten Gründerteams aus 199 in Stufe 1 des 13. NUK-Businessplan-Wettbewerbs: COUPIES aus Köln. Am kommenden Dienstagabend entscheidet sich bei der Prämierungsfeier im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, ob die Jungs auch einen Preis mit nach Hause nehmen.
Das clevere Studentenprojekt konnte jedenfalls schon ordentlich mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In diesem RTL-Clip etwa wird die Sache mit den Handy-Rabattmarken im beliebten Duktus eines Kinderprogrammklassikers erklärt:
Nachtrag: Chakka!
Stolze 199 Gründerteams reichten bis 11. Januar ihre Geschäftsskizze in Stufe 1 des laufenden 13. NUK-Businessplan-Wettbewerbs ein, bei insgesamt über 600 neuen Registrierungen. NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. begann 2010 also direkt mit einer frischen Verbandsbestmarke: In der Vorjahresvergleichsphase vertrauten uns 176 Teams ihre Konzepte zur Begutachtung an, das bedeutete damals schon Rekord in zwölf Jahren NUK.
Die Qualität dieser Businessplan-Rohlinge scheint auf den ersten Blick wieder durchgängig gut, weitere Zahlen und Fakten zu Stufe 1 in Kürze. Spätestens bei der Prämierungsfeier am 02. März in Köln kann man sich auch ein Bild vom Innovationsgehalt der aktuellen NUK-Ideen machen.
Die Zuweisung der Geschäftskonzepte an die Gutachter erfolgte dank Businessplan-Online , nun im zweiten Jahr im Einsatz, auch diesmal wieder erfreulich flott - angesichts von 199 Plänen kam das NUK-Team hierbei zwar gehörig ins Schwitzen, aber der Zeitplan wurde eingehalten.
Schon bald sind die Ergebnisse der Prüfung durch unsere erfahrenen Feedback-Geber für die jeweiligen Gründer als Download zu haben. Herzlichen Dank an die ehrenamtlichen NUK-Experten für ihren Einsatz in Runde 1, sei es bei den Coaching-Abenden, den Vorträgen oder bei der schriftlichen Sezierung von Businessplänen!
Die nächste Chance auf NUK-Gutachten gibt es übrigens für Gründer aller Branchen, die bis 08. März ihren um ein Marketingkonzept erweiterten Unternehmensfahrplan bei NUK einreichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man schon an Stufe 1 teilgenommen hat oder nicht!
Sie alle sind NUK-Erfolgsgeschichten : der weltweite Technologieführer bei Beschichtungen für Medizinprodukte, Hemoteq aus Würselen bei Aachen, das ebenfalls dort ansässige Unternehmen pleyers. bau innovationen , das mit seinem Spezialversiegelungskunststoff das derzeit höchste Bauwerk der Erde in Dubai abdichtete, Sedo, die globale Domainhandelsbörse aus Köln, die mit dem Deutschen Gründerpreis 2009 ausgezeichnete Bonner Smoothie-Firma true fruits …
Ab 02. November sucht NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. wieder gute Gründer, denen wir helfen wollen auch eine Erfolgsgeschichte zu werden: Heute in genau einem Monat findet im Kölner KOMED-Saal der NUK-Auftakt 2010 statt. Hier gibt es erste Informationen zu unseren kostenlosen Angeboten für Existenzgründer aller Branchen wie dem NUK-Businessplan-Wettbewerb 2010 und die Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit dem NUK-Netzwerk.
In Düsseldorf wird der Beginn der 13. NUK-Runde am 05. November im Life Science Center gefeiert, in Bonn am 10. November im Universitätsclub.
Für die Auftaktveranstaltungen melden Sie sich bitte hier an, weitere Termine folgen in Kürze. Eine Übersicht aller Termine bis Ende Januar ist hier als Download hinterlegt.
Wie, Sie sind noch nicht so ganz überzeugt, ob NUK Ihnen was bringt? Dann hören Sie doch mal, was die Alumni des letzten Jahrgangs zu sagen haben:
> Ich war zunächst skeptisch gegenüber der Idee mein Gründungsvorhaben samt Finanzplanung in einen Wettbewerb zu tragen. Ich hatte Bedenken, ich könnte dadurch meine Unabhängigkeit verlieren. Ein diffuses Gefühl überkam mich bei dem Gedanken. Weil: Wer berät Gründer oder Unternehmen denn bitteschön kostenlos und hilft bei der Gründung, vielleicht sogar Finanzierung??? Eben! Um so positiver überrascht war ich, dass alle meine Bedenken umsonst waren. Der NUK-Businessplan-Wettbewerb ist für Gründer und die, die es werden wollen eine absolut spitzenmäßige Unterstützung in allen Fragen die Gründung oder das Schreiben eines Businessplans betreffend. Die NUK-Coachings sind eine echte Hilfe, besonders wenn es mal nicht weiter geht mit dem Gründungsvorhaben. Man trifft dort Experten und vor allem Menschen, die sich den ganzen Tag auch fast ausschließlich mit der Gründung eines Unternehmens beschäftigen. Die Coachings können einen unglaublich beruhigenden und motivierenden Effekt auf den Gründer haben. THX NUK!
Philip Fercho, Mamono Extravaganza
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Der NUK-Businessplan-Wettbewerb ist eine exzellente Möglichkeit für sein Gründungsvorhaben ein qualifiziertes Feedback zu holen. Zudem sind die angebotenen Veranstaltungen, Coachings und Prämierungsfeiern eine einzigartige Möglichkeit qualitativ hochwertige Unterstützung zu erfahren und die Idee der Öffentlichkeit vorzustellen. Vielen Dank und weiter so!
Andreas Petz, ELOKET
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Sehr gutes Handbuch und hilfreiche Seminare, auch positiv, dass die Vorträge zum Download verfügbar sind – KOSTENLOS!
Manfred Puppe, Architectsinpixels
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Der NUK-Businessplan-Wettbewerb hat uns nicht nur geholfen, einen strukturierten Businessplan zu erstellen: Wir haben durch die Gutachten und Coaching-Abende zudem wertvolles Feedback erhalten, welches unsere Idee und uns als Team klar vorangebracht hat. Das NUK-Team hat uns stetig unterstützt und stand bei Fragen immer zur Verfügung. Die Medienpräsenz, die durch die Teilnahme entstanden ist, hat flavourpearls bekannter gemacht und den einen oder anderen wertvollen Kontakt erzeugt. Vielen Dank dafür!
Matthias Müllenbeck, flavourpearls
Top 11 NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Sehr wertvolle Vorträge und Coaching-Abende, kompetente Gesprächspartner.
Tassilo Gernandt, Tassilo Safezone
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Sehr gute Unterstützung bei der Entwicklung des Businessplans und bei der Gründung; qualitativ hochwertige Veranstaltungen und und Begleitmaterialien; hochkarätige Jury; gute Gelegenheit, auf Investoren/Mentoren zu treffen.
Martin Holzwarth, Wattfox
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Auf dem Modemarkt kann man das Rad nicht neu erfinden. Daher rechne ich mir keine großen Chancen beim Businessplan-Wettbewerb aus. Dennoch schätze ich die Gutachten und finde es großartig an einer solchen Veranstaltung teilnehmen zu können.
Nina Malmgrén, Malmgrén
Teilnehmerin NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Eine ganz tolle Sache, die letzten Monate waren sehr arbeitsintensiv und haben mich sehr weitergebracht! Meine Ziele waren zum einen, zu verstehen, wie die „Szene tickt“, zum anderen, wie und unter welchen Bedingungen man Beteiligungskapital bekommt. Beiden Zielen bin ich ein gutes Stück nähergekommen. Vor allem aber hat mich der Kontakt zu ähnlich Gesinnten darin bestärkt, in meinen Bemühungen nicht nachzulassen, meine Geschäftsideen ernst zu nehmen und hartnäckig zu verfolgen.
Jan-Martin Lichte, biz.agent
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Optimal zur eigenen Standortbestimmung. Sehr empfehlenswert für zukünftige Gründungsteams.
Dr. Ingo Paulsen, Ontolife Bioinformatics ,
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Super – der Businessplan-Wettbewerb zwingt die Teilnehmer, sich optimal und vor allem präzise aufzustellen und die eigenen Ideen überzeugend zu präsentieren. Das Ganze ist wie ein Reifungsprozess: Am Ende ist man schlauer!
Nicola Bohlinger, Bohlinger
Teilnehmerin NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Sehr hilfreich! Ohne den Wettbewerb hätte man vielleicht zwischenzeitlich die Segel gestrichen. Aber durch die Coaching-Abende wurde man immer wieder auf Kurs gebracht und hat sich durchgebissen. Danke an das NUK-Team!!!
Petra Müller, Camaeleon
Teilnehmerin NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Ein besonders hilfreicher, informativer, nützlicher und wirksamer Wettbewerb, der allen Gründern in den wesentlichen und wichtigen Fragestellungen und Anforderungen rund um die Gründungsplanung mit Rat und Tat zur Seite steht. Es werden kompetente, qualifizierte und professionelle Hilfestellungen durch Expertenteams gewährleistet, die eine effiziente und effektive Beratung für Gründer darstellt. Vielen Dank für die Unterstützung, den Informationsaustausch und die Beratungskompetenz aller Experten, Organisatoren und Betreuer!
Nicole Becker, Creative Minds
Teilnehmerin NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> NUK war für uns wie ein kompaktes Studium. Nur dass man etwas fürs Leben lernt.
Thomas Walter Schwalowski, Pathfinder Studios
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Die erhaltenden Gutachten und Feedbacks waren zwar sehr kritisch, aber vom enthaltenden Verbesserungspotenzial her ausgezeichnet.
Frank-Steven Eichholtz, Uvento
T eilnehmer NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
> Absolut empfehlenswert!!!! Vor allem die hohe Qualität der Vorträge! Sehr gutes Klima zwischen den Teilnehmern und den Organisatoren. Hat sehr viel Spaß gemacht.
Dr. Grégoire Hummel, Phenospex
Top 11 NUK-Businessplan-Wettbwerb 2009
Nachtrag: Fabian Crabus, ebenfalls ein NUK-Alumnus, erläutert hier in seinem Blog BIZZIT, warum sich die Teilnahme an Businessplan-Wettbewerben für Gründer auf jeden Fall lohnt.
Rückblick NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009, Teil 2: Interview mit Teilnehmerin Prof. Susanne Bickel von edYOU-apps
Wie beurteilen Sie den Nutzen der Teilnahme an den regelmäßigen NUK-Coachingabenden?
Prof. Susanne Bickel: Ich war überrascht über die große Anzahl an Experten und die gut überlegte Methode, die zahlreichen Teilnehmer im Verlauf des Abends an ihren jeweiligen Experten gelangen zu lassen. Gleich beim allerersten Versuch, mich coachen zu lassen, erfuhr ich einen Anschub in meinem Vorsatz, die Idee zu meinen Handy-Applikationen zu Papier zu bringen: Der Unternehmensberater, ein dynamischer junger Mann, zog sein Handy aus der Tasche und sagte mit leiser Begeisterung in der Stimme: “Schauen Sie mal, ich hab’ mir da auch schon so ein Programm heruntergeladen…”
Was haben Ihnen die sonstigen NUK-Veranstaltungen (Workshops, Vorträge, Seminare) gebracht?
Prof. Susanne Bickel: Entgegen meiner ursprünglichen Annahme wurden sehr gute Vorträge gehalten; ich musste mein universitäres Vorurteil revidieren! Es handelte sich durchweg um interessante Themen, die mir als Gründerin sehr viel Expertenwissen vermittelten. Naturwissenschaftler lernen an der Universität in erster Linie Inhalte zu kreieren, weniger sie zu verkaufen. Die lockere, freundliche Atmosphäre machte manche Abende zu einem angenehmen Erlebnis, auch wenn ihnen ein anstrengender Arbeitstag vorausging.
Inwiefern haben Sie von den kostenlosen Experten-Gutachten profitiert, die Sie am Ende jeder Wettbewerbsstufe für Ihre Einreichung bekommen haben?
Prof. Susanne Bickel: Nun ja, wie das so ist mit Expertengutachten: Was der eine ausgezeichnet findet, genügt dem anderen noch lange nicht. Bei der unterschiedlichen Profession der Experten ist das zu erwarten. Meine ursprüngliche Idee wurde aus vielen Perspektiven kritisch beleuchtet und durch zahlreiche Vorschläge ergänzt. Ich habe jedenfalls, angeregt durch die zahlreichen positiven und negativen Kritiken der Gutachter, ein 36 Seiten starkes, reich bebildertes und mit Tabellen versehenes Konzept entwickelt, das man sicher in jeder Bank vorlegen kann.
Wie lautet Ihr Fazit zum NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009?
Prof. Susanne Bickel: NUK ist eine sehr gute Einrichtung mit ausgezeichneter Betreuung und einer weiten Palette an Hilfestellungen für Gründer und solche, die es werden wollen. Schade, dass nur wenig Frauen aktiv teilnahmen. Auch bei den Gutachterinnen und Gutachtern sind Frauen offensichtlich unterrepräsentiert. Hier zeigt sich, dass das Unternehmertum in Deutschland doch immer noch eine Männerdomäne ist. Frauen werden als spezielle Zielgruppe im Gründungs- und Wirtschaftsgeschehen zu wenig wahrgenommen, außerdem gründen sie im Durchschnitt anders als Männer. Mein Tipp also: Frauen etwas mehr in den Fokus rücken!
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!
Rückblick NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009, Teil 1: Interview mit NUK-Beraterin Bianca Seidel
Frau Seidel, beschreiben Sie bitte Ihr Engagement für NUK!
Bianca Seidel: Bei den NUK-Coachingabenden können die teilnehmenden Gründer meine Kollegen und mich in lockerer Atmosphäre ausgiebig zu ihren Geschäftsplänen befragen. Das ist eine Riesenchance für die Gründer, denn sie müssen nicht befürchten, dafür eine Rechnung zu bekommen. Vielmehr erhalten sie eine fachlich fundierte Beratung, in der wir uns viel Zeit nehmen, nicht nur die formalen Aspekte einer Gründung, sondern auch die individuellen Facetten des Gründers und seiner Geschäftsidee mit einzubeziehen. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der realistischen Einschätzung aller geplanten Maßnahmen zum Markteintritt – insbesondere der Vermarktungsstrategie und dem Finanzierungskonzept. Dabei werden mögliche Schwachpunkte bereits im Vorfeld erkannt und gemeinsam mit dem Gründer Lösungen diskutiert, die dann später in den Businessplan einfließen.
Durch die Möglichkeit sich innerhalb kürzester Zeit viele fachkundige Meinungen von erfahrenen Beratern einzuholen, entsteht ein immer besseres Konzept und ein individuelleres und geschärfteres Unternehmensprofil. Dieses ist umso wichtiger, da die Gründer nicht wie früher in einem kleinen überschaubaren Markt agieren, sondern sich heute auch als relativ kleines Unternehmen im globalen Wettbewerb behaupten müssen. Hier können wir Berater mit unseren unterschiedlichen Backgrounds den Gründern wirklich wertvolle Tipps und Ratschläge geben. Mehr noch: Wir begleiten mit unserem geballten Know-how den Gründer innerhalb der einzelnen Stufen des NUK-Businessplan-Wettbewerbs auf seinem Weg zum Unternehmer. Das ist zum Teil spannend, weil die Geschäftsideen manchmal so bestechend sind. Es ist aber auch aufregend und bisweilen aufreibend, wenn es darum geht im Team Schwachstellen zu entdecken und auszumerzen. Und es ist manchmal auch traurig, weil man hin und wieder auch jemandem abraten muss, sich selbstständig zu machen. Mir imponieren der Optimismus und ganz besonders auch der Mut, mit denen Menschen in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihren Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Ich möchte mit meinem Engagement dazu beitragen, dass die Basis stimmt. Damit aus Träumen keine Albträume werden, sondern im positiven Sinne nachhaltig von Bestand sind.
Was ist der Hauptvorteil der umfangreichen Betreuung bei NUK?
Bianca Seidel: Eine Existenzgründung ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Die Gründer müssen an tausend Dinge gleichzeitig denken. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es in der Regel ein Sprung ins kalte Wasser ist. Da der Gründer meist auf keine Unternehmererfahrungen zurückgreifen kann, verzettelt er sich allzu leicht: Reihenfolgen werden nicht eingehalten, Prioritäten falsch gesetzt und der Kapitalbedarf meist unterschätzt. Die NUK-Berater sind die Lotsen, die die Gründer auch bei unruhiger See mit viel Erfahrung auf ihrem Kurs halten können. Sie leiten die Teilnehmer durch die Prozesse einer Gründung, vermeiden Reibungsverluste, indem sie frühzeitig die richtigen Fragen stellen, auf die Antworten gefunden werden müssen, und schlagen Alarm, wenn Gefahren drohen bzw. falsch eingeschätzt wurden.
Die Einschätzungen der Berater erhalten die Teilnehmer sowohl mündlich bei den Coachingabenden als auch in schriftlicher Form über Gutachten, die von den Beratern verfasst werden.
Ist Ihnen an den NUK-Gründern des vergangenen zwölften Jahrgangs etwas besonders aufgefallen?
Bianca Seidel: Ich habe das Gefühl, dass die Gründer sich wesentlich stärker mit der Erstellung eines Businessplans auseinandersetzen. Das beobachte ich als Coach innerhalb des NUK-Netzwerks ebenso wie bei meiner Arbeit als Unternehmer-Beraterin. Die Gründe hierfür liegen für mich eindeutig in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation. Das Motto vieler früheren Gründungen „No risk, no fun“ ist passé, heute ist Risikominimierung angesagt. Und das ist auch gut so. Mir fällt außerdem auf, dass Gründer aus der Designbranche zunehmend die Möglichkeiten von Beratungen in Anspruch nehmen. Das zeigt sich auch beim NUK-Businessplan-Wettbewerb.
Es freut mich, dass ein Businessplan nicht mehr als kreativitätshemmend und somit als überflüssig erachtet wird. Vielmehr beobachte ich vermehrt einen „neuen“ Enthusiasmus, wenn es um die Erstellung fundierter Businesspläne vor Gründung eines Unternehmens geht.
Vielen Dank für das Gespräch!
Die Inhaberin von Bianca Seidel Consulting coacht als Unternehmer-Beraterin zum einen Existenzgründer beim Start in die Selbstständigkeit und zum anderen berät sie aber auch gestandene Unternehmer bei der Existenzsicherung. Ihr Schwerpunkt: die Designbranche. Ihr Fokus: ganzheitliche Beratung. Ihr Credo: “Das Unternehmen muss sich an den Unternehmer anpassen – und nicht umgekehrt.”
Darüber hinaus bietet Bianca Seidel mit business-workshop.de Vorträge und Seminare für Existenzgründer und ist Initiatorin des designertreff düsseldorf.
Für NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. ist Bianca Seidel seit zwei Jahren als Coach und Gutachterin tätig.
Jörg Püschel, NUK-Berater der ersten Stunde und im NUK-Team Ansprechpartner für die Business Angel-Börse, sieht in der Wirtschaftskrise auch eine Chance für Existenzgründer.
Existenzgründer, die eine Geschäftsidee haben und daraus ein Unternehmen entwickeln und aufbauen möchten, müssen sich mit der Beantwortung und Bewältigung einer Vielzahl von Fragen und Problemen auseinander setzen. Seit Herbst letzten Jahres kommt für sie eine weitere Herausforderung hinzu: die Krise!
Kein Tag, an dem nicht über die Krise geredet und geschrieben wird. Viel gesprochen wird über die Ursachen, aber keiner kennt den Verlauf oder kann gar ein Ende der Krise absehen. Und wenn es schon für Experten schwer ist die Auswirkungen der Krise zu prognostizieren, dann ist es für Existenzgründer, die noch nicht wirklich am Markt aktiv sind, umso schwerer abzuschätzen, was die Krise mit ihrem – noch gar nicht gegründeten – Unternehmen anrichten wird.
Hier gilt es für den Existenzgründer einen kühlen Kopf zu bewahren und zu überlegen, was sich denn an den Rahmenbedingungen für die Gründung tatsächlich geändert hat. Möglicherweise lässt sich die momentane Wirtschaftskrise auch als Chance und ideale Zeit für Existenzgründungen bezeichnen.
In Krisenzeiten müssen viele Existenzgründer sich sehr viel genauer überlegen, wofür sie ihr knappes Geld ausgeben wollen. Sie werden gezwungen, sich auf das Wesentliche einer Gründung zu konzentrieren: die Kundenorientierung, das wichtigste Element einer Existenzgründung. Denn dies benötigen Existenzgründer vor allem anderen: Kunden! Kunden, die willens und die in der Lage sind, für Leistungen zu bezahlen. Diese Tatsache ist vollkommen unabhängig von jedweder Krise zu betrachten.
Daneben müssen auch in der Krise die grundsätzlichen Instrumente einer Unternehmensgründung erstellt werden: Ein guter Businessplan und die dazugehörige Finanzplanung sind unabdingbare Voraussetzungen für den Start. Möglicherweise beruhen die Inhalte der Finanzplanung zurzeit auf unsicheren Annahmen, dennoch bleibt eine sorgfältige Erstellung der Planung ein Muss. Damit sind aber auch die möglichen Auswirkungen der Krise berücksichtigt.
Auch der vielleicht wichtigste Punkt der Existenzgründung bleibt von jedweder Krise unberührt: Hat der Existenzgründer unternehmerische Talente, kann er persönlich durch seine Person überzeugen und seine Geschäftsidee "verkaufen".
Auch wenn die Gründerperson und der Businessplan überzeugen, wird der Existenzgründer noch weitere Hindernisse auf dem Weg in die Selbstständigkeit überwinden müssen. Vor allem die Frage der Finanzierung wird Viele möglicherweise vor große Schwierigkeiten stellen.
Dazu muss man wissen, dass das Verhältnis von Kapitalsuchenden und Kapitalgebern ohnehin nie leicht war. Viele Existenzgründer können oft nicht nachvollziehen, warum sie möglicherweise keine Finanzierungszusagen bekommen (ob berechtigt oder nicht) und schimpfen deshalb ohne Differenzierung auf Investoren und Finanzmanager. Und dass es seit Beginn der Krise fast täglich neue Enthüllungen aus der Bankenwelt gibt, trägt nicht dazu bei dieses Verhältnis zu verbessern.
Es gilt aber nach wie vor: Existenzgründer mit einer guten Geschäftsidee, dargestellt in einem plausiblen Businessplan, haben trotz der Finanzkrise keine Schwierigkeiten, Fremdkapital für ihr Vorhaben zu erhalten.
Auch an der Bereitstellung von öffentlichen Fördermitteln für Existenzgründer durch die beiden Förderbanken KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau und NRW.Bank hat sich trotz Finanzkrise nichts geändert. Und auch die Bereitschaft der Sparkassen, diese öffentlichen Mittel an Existenzgründer weiterzureichen, ist ungebrochen: Es sind heute vor allem die Sparkassen in Deutschland, die sich um Existenzgründer und Jungunternehmer kümmern und die meisten Gründungen begleiten.
Gerade das Umfeld für technologie- und wissensbasierte Existenzgründungen hat sich am wenigsten geändert oder gar verschlechtert. Im Gegenteil, denn zukunftsweisende Technologien sind nicht nur relativ unabhängig von Konjunkturzyklen; möglicherweise haben sie in Zeiten der Krise sogar noch Vorteile: Durch den Einsatz von neuen Verfahren können die Kunden Kosten sparen, ihre Effizienz erhöhen und andere Märkte erschließen. Sie sind deshalb bereit, schneller als sonst die neuen Technologien der jungen Gründerunternehmen einzusetzen.
Gleich zwei innovative Entwicklungen, für die diese Rechnung aufgehen könnte, finden sich übrigens unter den frischgekürten Siegern des 12. NUK-Businessplan-Wettbewerbs: VAWTix und RCD Rough Coating Design - hoffentlich sehen deren künftige Kunden das so wie ich!
176 Einreichungen in Stufe 1 - das ist ein NUK-Rekord! Im Vorjahr waren es um diese Zeit beispielsweise 136. Gründen wider die Wirtschaftskrise? Oder liegt’s an unserem neuen Service Businessplan-Online, der bis vergangenen Montag erstmals die papierlose Abgabe von Geschäftskonzepten im NUK-Businessplan-Wettbewerb ermöglichte?
Das NUK-Team ist jedenfalls begeistert von der Menge an unternehmerischen Ambitionen: Danke an alle 284 Teilnehmer für das Vertrauen in unsere Arbeit!
Gutes Stichwort: Viele Businesspläne machen nach wie vor viel Arbeit, auch wenn durch die fortschreitende Digitalisierung die meisten Prozesse beschleunigt werden können. Dennoch wollen alle Geschäftsskizzen sorgsam ausgedruckt und in einzelnen Hängeregistermappen abgelegt werden, alle relevanten Infos müssen in die NUK-Datenbank, alle Ideen müssen gesichtet und passende Gutachter gefunden werden. Nach einer Woche der gesteigerten Betriebsamkeit hat nun jedes Konzepttöpfchen sein Expertendeckelchen, das Matching ist abgeschlossen. Wenn alles rund läuft, sollten alle Teilnehmer in der ersten Februar-Woche ihre Gutachten über unser Online-Tool herunterladen können. Anhand der Statusanzeigen in Businessplan Online kann man genau verfolgen, wann es soweit ist.
…wie meinte NUK-Urgestein Jörg Püschel in Anlehnung an eine populäre Strauß-Verhohnepipelung: „Wenn das in den nächsten Stufen so weitergeht, haben wir es diesmal vielleicht mit dem GröBaZ zu tun - dem Größten Businessplan-Wettbewerb aller Zeiten…“
…denn spätestens am 12. Januar wollen wir Ergebnisse sehen!
Nein, das ist kein neuer Versuch, ein Unternehmenskonzept in Rekordzeit zu erstellen. Vielmehr hatte ich kürzlich Gelegenheit, bei center.tv auf den NUK-Businessplan-Wettbewerb aufmerksam zu machen, und zwar in der Sendung “Rheinzeit” mit den Zwillingen Angela Knobloch und Melanie Bergner, die werktäglich um 17:05 Uhr live ausgestrahlt wird.
Es ist wirklich recht spannend, wie die Abläufe und Vorbereitungen hinter der Kamera sind. Und es ist noch spannender, wenn man selbst einen Liveauftritt zu absolvieren hat. Am 17. November 2008 hatte ich dieses Vergnügen:
16:28 Uhr: Ankunft bei center.tv. Ich arbeite mich durch das Klingelmenü, um Einlass zu bekommen. Ja, richtig gelesen: Klingelmenü. Man drückt nicht einfach auf eine Klingel und ein hübscher Ton erschallt. Nein, hier muss man erst auswählen, wo der Ruf nach Einlass ertönen soll. Nette Spielerei. Möchte ich auch daheim haben. Aber ob sich das in einer 3-Zimmer-Wohnung lohnt? Durch das Summen der Tür werde ich aus meinen Gedanken gerissen und betrete die heiligen Hallen von center.tv. Der Empfang strotzt vor Leere. Wer sagt mir denn jetzt, wo’s langgeht? OK, ab in ein offenes Großraumbüro. Nach einer kleinen Odyssee gelange ich schließlich in den Besucherraum, wo bereits andere Gäste der Sendung warten. Sie sind Teil einer Jazz-Band und bereiten sich gerade auf eine Tonprobe vor. Kurzer Smalltalk und schon bin ich wieder alleine.
16:39 Uhr: Eine junge Frau holt mich zur Maske ab. Der kleine, hell erleuchtete Raum entspricht meinen Erwartungen. Eine Seite besteht quasi aus einem großen Spiegel mit einem Schminktisch davor, auf dem sich ein Meer an Schminkutensilien tummelt. Nachdem mein Anzug abgedeckt wurde, werde ich gepudert und anschließend mit Lipgloss und Augenbrauenfarbe behandelt. Geht alles ganz schnell, die Dame hat Übung. Nach zwei Minuten begebe mich wieder in den Besucherraum, wo ich die erstmal eine Weile alleine dem Fernsehprogramm von center.tv folge.
16:51 Uhr: Neue Gäste kommen. In einem kurzen Gespräch erfahre ich, dass es sich um eine Gruppe von einem Kölner Bürgerverein handelt, die ihr Tun und Handeln ebenfalls in der Sendung vorstellen dürfen. Einer nach dem anderen wird in die Maske gerufen und kehrt kurz darauf wieder zurück.
16:59 Uhr: Eigentlich sollte ich noch verkabelt werden. Nichts. Um 17:05 Uhr steht mein Auftritt an. OK, jetzt bin ich langsam nervös.
17:00 Uhr: Ein junger Mann mit Kopfhörer kommt, um mich mit einem Mikrofon auszustatten. Als er sich an meinem Revers zu schaffen macht und beim ersten Montageversuch scheitert, fällt mir auf wie stark er zittert. Er meint, er habe seinen ersten Tag bei center.tv. “Das trifft sich gut, das hier ist auch mein erster TV-Auftritt!”, beruhige ich ihn. Nachdem er dann den Clip befestigt hatte, geht es schließlich ins Studio.
17:02 Uhr: Das Moderatorinnenduo erwartet mich in der Sofaecke, wo auch das Gespräch stattfindet. Überrascht stelle ich fest, dass nur einer der beiden Zwillinge da ist und Unterstützung von einer jungen Nachwuchsmoderatorin erhält. Nach einer kurzen Vorstellung und einer kleinen Einweisung, wo ich hinzuschauen habe (Nein, man schaut nicht direkt in die Kamera) und wie ich mich richtig positioniere, startet auch schon das Intro und die Anmoderation: Was erzählen die Damen denn da von einem Simpson? Ah, wohl sowas wie das Studiomaskottchen. Merchandising-Artikel? Geschickt, diese Überleitung zum Thema Businessplan…
17:15 Uhr: Nach acht Minuten ist auch schon alles vorbei und ich werde vom Kölner Bürgerverein abgelöst. Nach der Entkabelung geht es wieder in die Maske zum Abschminken.
17:20 Uhr: Ich bin wieder auf dem Parkplatz. “Das ging ja schnell”, denke ich mir und mache mich auf die Heimreise.
Wie ich mich bei dem Interview geschlagen und ob ich doch mal direkt in die Kamera geschaut habe, können Sie dem folgenden Video entnehmen: