Archiv des Tags ‘Existenzgründer’

Geheimnis gelüftet

Freitag, den 5. März 2010, von Sandra Mennig

Wer wissen will, wem diese Urkunden überreicht wurden - hier entlang!

Die Sendung mit den COUPIES

Freitag, den 26. Februar 2010, von Sandra Mennig

Sie gehören zu den 14 besten Gründerteams aus 199 in Stufe 1 des 13. NUK-Businessplan-Wettbewerbs: COUPIES aus Köln. Am kommenden Dienstagabend entscheidet sich bei der Prämierungsfeier im Kölner Wallraf-Richartz-Museum, ob die Jungs auch einen Preis mit nach Hause nehmen.

Das clevere Studentenprojekt konnte jedenfalls schon ordentlich mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. In diesem RTL-Clip etwa wird die Sache mit den Handy-Rabattmarken im beliebten Duktus eines Kinderprogrammklassikers erklärt:

Nachtrag: Chakka!

Die Latte liegt jetzt noch höher

Donnerstag, den 28. Januar 2010, von Sandra Mennig

Stolze 199 Gründerteams reichten bis 11. Januar ihre Geschäftsskizze in Stufe 1 des laufenden 13. NUK-Businessplan-Wettbewerbs ein, bei insgesamt über 600 neuen Registrierungen. NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. begann 2010 also direkt mit einer frischen Verbandsbestmarke: In der Vorjahresvergleichsphase vertrauten uns 176 Teams ihre Konzepte zur Begutachtung an, das bedeutete damals schon Rekord in zwölf Jahren NUK.

Die Qualität dieser Businessplan-Rohlinge scheint auf den ersten Blick wieder durchgängig gut, weitere Zahlen und Fakten zu Stufe 1 in Kürze. Spätestens bei der Prämierungsfeier am 02. März in Köln kann man sich auch ein Bild vom Innovationsgehalt der aktuellen NUK-Ideen machen.

Die Zuweisung der Geschäftskonzepte an die Gutachter erfolgte dank Businessplan-Online , nun im zweiten Jahr im Einsatz, auch diesmal wieder erfreulich flott - angesichts von 199 Plänen kam das NUK-Team hierbei zwar gehörig ins Schwitzen, aber der Zeitplan wurde eingehalten.
Schon bald sind die Ergebnisse der Prüfung durch unsere erfahrenen Feedback-Geber für die jeweiligen Gründer als Download zu haben. Herzlichen Dank an die ehrenamtlichen NUK-Experten für ihren Einsatz in Runde 1, sei es bei den Coaching-Abenden, den Vorträgen oder bei der schriftlichen Sezierung von Businessplänen!

Die nächste Chance auf NUK-Gutachten gibt es übrigens für Gründer aller Branchen, die bis 08. März ihren um ein Marketingkonzept erweiterten Unternehmensfahrplan bei NUK einreichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man schon an Stufe 1 teilgenommen hat oder nicht!

Einmal noch klicken, bitte!

Donnerstag, den 17. Dezember 2009, von Sandra Mennig

Von der Kunst der Kommunikation

Dienstag, den 20. Oktober 2009, von Sandra Mennig

Am vergangenen Montag fand mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Düsseldorf das NUK-Presseseminar statt, das NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. jeden Herbst ausgewählten Alumni des NUK-Businessplan-Wettbewerbs anbietet. Wie immer leitete Tom Buschardt von NUK-Alumni-Sponsor die-journalisten.de GmbH die eintägige Weiterbildungsmaßnahme. Im Folgenden schildert Teilnehmer Jan-Martin Lichte von biz.agent, Nominee in Stufe 1 und 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2009, seine Eindrücke.

Mit krassen Beispielen wie „Schlafmanagement“ (= Folter durch Schlafentzug) und „Wirkungstrinker“ (= Alkoholiker) brachte es Tom Buschardt auf den Punkt: Unsere Sprache ist dehnbarer, als wir gemeinhin annehmen – es kommt immer darauf an, wie man etwas kommuniziert!

Aber was hat das mit uns als Gründern zu tun? Wer gibt schon so viele Interviews, dass er wissen muss, wie man auf unliebsame Fragen eben nicht antwortet? Habe ich beispielsweise das Recht, den Text meines Interviews zu kontrollieren und freizugeben, bevor er gedruckt wird? Habe ich nicht, es sei denn, ich habe es VORHER ausgehandelt. Dürfen Videoaufnahmen gesendet werden, die bei einem unangekündigten Besuch mit laufender Kamera in meinem Unternehmen entstanden sind? Ja, und zwar so lange, bis jemand widersprochen hat.

Ganz konkret anwendbar für uns Gründer: ein Beispiel zum Thema Krisenmanagement, durchgespielt mit der ebenfalls anwesenden erfolgreichen NUK-Gründerin des Bio-Schnellrestaurants „Pick-A-Pea“: Angenommen, ein Fußballstar isst bei ihr zu Mittag und kann anschließend wegen einer Magenverstimmung nicht mehr spielen. Das Spiel gegen Bayern München geht verloren! Am nächsten Tag titelt BILD: Kölner Currywurst lässt Bayern siegen!

Was tun? Eine Gegendarstellung erzwingen? Sich in beleidigtes Schweigen hüllen? Nach Mexiko auswandern? Oder lieber einen Deal suchen mit den Redakteuren der Medien, die sich mit Vorliebe auf „Skandalthemen“ stürzen? Eins wurde klar angesichts der „Fieberkurve“ eines Skandals: Nach Gerüchte-Phase, Enthüllungs-Phase, Sachlicher Phase und Bilanzierungs-Phase bleibt auch Jahrzehnte später noch immer eine Wirkung nach, wie z.B. das berühmte Beispiel von McDonalds im McLibel Case zeigt.

Neben diesen aufsehenerregenden Themen wurde im NUK-Presseseminar auch fürs Tagesgeschäft einiges geboten. Sarah Stoimenoff von agentur05 schilderte eindrücklich wie PR-Arbeit funktioniert, am Beispiel eines „Pressegesprächs“ für die RWE-Elektroauto-Sparte. Aber wie weit ist dieses Beispiel auf unsere konkrete Situation als Gründer übertragbar? Vieles bleibt den großen etablierten Unternehmen vorbehalten: aufwändige Werbegeschenke, selbstorganisierte Veranstaltungen mit großer Teilnehmerzahl, oder großflächige Messeauftritte mit Prominentenbesuchen. Was bleibt, ist das Handwerkszeug , mit dem es auch kleinen Unternehmen gelingen kann, mit Fleiß und Methodik eine solide und erfolgreiche Pressearbeit durchzuführen: Presseverteiler, Adress-Datenbanken für Medienkontakte, Presseportale und auch die ganz praktische Veranstaltungsorganisation wurden mit vielen Praxistipps ausführlich besprochen.

Wer dem eingangs von Tom Buschardt geschilderten Arbeitsalltag eines Redakteurs gefolgt war, konnte nachvollziehen, warum umständliche Schilderungen des eigenen Werdegangs zum Gründer bei Anruf in einer Redaktion tödlich sind. Vierzig Sekunden maximal wird sich der Redakteur gönnen, um zu entscheiden, ob ihn der Anruf interessiert. In dieser Zeit muss die Botschaft rüberkommen, also bitte keine ausführlichen Anekdoten aus der Studentenzeit, sondern gleich zur Sache kommen.

Als Gründer frage ich mich natürlich, ob ich mein knappes Budget nicht lieber in Veranstaltungen direkt für Kunden investieren sollte. Die Beglückung von Journalisten mit Sekt, Häppchen und Werbe-USB-Sticks kann doch nur eine Zwischenetappe sein auf dem Weg zum Kunden, zu Aufträgen und zu Umsatz.

Mein Fazit nach dieser Veranstaltung ist, dass ich die PR auch für kleine Unternehmen als einen zunächst noch kleinen, aber wichtiger Baustein verstehen muss, der nicht vernachlässigt werden darf.

Ganz am Schluss kam noch ein heikles Thema auf: Produkt-Placement und Medienkooperation sind die Fachbegriffe für das, was man in meiner Jugend noch „Schleichwerbung“ nannte: In der Autozeitschrift tauchen Teambetreuer mit den Jacken einer Zigarettenmarke auf, oder im Szenemagazin haben die Aschenbecher und Einkaufstaschen die Farbe und das Logo einer anderen Marke. Vom Werbekunden bezahlte Artikel werden im Nachrichtenstil formuliert und sind von redaktionellen Texten kaum noch zu unterscheiden. Der unbedarfte Leser nimmt die Werbung nicht mehr als Werbung wahr und wird somit manipulierbar.

Ist das ethisch noch vertretbar, war meine kritische Frage. Tom Buschardt hatte uns im ersten Teil der Veranstaltung seinen persönlichen Berufsweg vom harten aber fairen Journalisten zum Leiter einer PR-Agentur geschildert – was war da mit ihm geschehen? Wie weit hatte er seine früheren Überzeugungen bewahren können, angesichts der Gepflogenheiten im PR-Markt? Auf einmal sah ich die ökonomischen Zwänge, denen auch ein so sachkundiger Mitmensch wie Tom Buschardt ausgesetzt ist. Ich wünsche mir und allen anderen Gründern, dass wir ökonomisch erfolgreich sein und trotzdem unseren Überzeugungen treu bleiben können.

Insgesamt ein äußerst gelungener und erkenntnisreicher Termin, auch wenn ich persönlich wohl noch einige Jahre brauchen werde, um dieses Wissen geschäftlich anwenden zu können. Wenn ich dann irgendwann einmal berühmt bin und von Journalistenhorden verfolgt werde, buche ich auf jeden Fall das Seminar „Wie sage ich nicht, was ich nicht sagen will“ bei Tom Buschardt, das habe ich mir schon fest vorgenommen!

Meinen Dank an NUK und die Wirtschaftsförderung Düsseldorf, die uns Alumni dieses Seminar ermöglichten!

biz.agent ist mehr als eine einfache E-Mail Software, da die eingebaute Intelligenz dem Benutzer das Sortieren und Strukturieren der Informationen abnimmt. biz.agent wird derzeit realisiert und voraussichtlich im Frühjahr 2010 als SaaS-Angebot verfügbar sein.

Wachstumsschub und Wegbegleiter – mit NUK besser zum Unternehmensstart

Dienstag, den 29. September 2009, von Sandra Mennig

Erfahrungsbericht von Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, WeGrow GmbH (i.Gr.)
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009, Top 11 Stufe 3

Alles begann mit einem Züchtungserfolg, den wir – Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, die beiden Gründer von WeGrow – im Rahmen mehrjähriger Selektions- und Forschungsarbeit erzielt hatten. Damit war die Vorbedingung für die erfolgreiche Umsetzung der WeGrow-Idee geschaffen. Nun hieß es einen Businessplan zu erstellen und durchzustarten. Aber wie erstellt man einen Businessplan?
„Kennt Ihr NUK?“, fragte uns der Gründerberater von der Universität Bonn. Wir schüttelten verlegen die Köpfe. „Dann schaut doch einfach mal auf die Homepage“. Das taten wir auch. Ein Businessplan-Wettbewerb, der genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort startet! Rein in den ungewohnten Businesslook und auf zu der Auftaktveranstaltung in Bonn. In den ersten Minuten war es bereits entschieden: „Nächstes Jahr stehen wir beide da vorne, klar?!“ Diese Prophezeiung sollte sich erfüllen.

Dies war also tatsächlich möglich: Man konnte aus einer Idee ein Unternehmen aufbauen. Es war keine Spinnerei, es gab viele andere, die auch für etwas Eigenes brannten. Es gab Fachleute, erfolgreiche Unternehmer, die sich die anfänglich schwammigen Ausführungen anhörten und nicht lachten oder einschliefen. Es gab also tatsächlich das Neue Unternehmertum, ein Rahmen, in dem man wachsen konnte, in dem man unter Gleichgesinnten war, in dem der frische Wind der Jungunternehmer wehte, die ein Ziel vor sich hatten. Hier waren wir richtig. Das WeGrow-Team reichte den ersten „Businessplan“ ein. Im Nachhinein müssen wir diese Bezeichnung in Anführungsstriche setzen, denn nun ja… Das war eben erst der Anfang. Die ersten Gutachten waren nämlich ernüchternd: gute Idee, der Rest ließ viele Fragen offen. Auf in den Kampf, die räumen wir doch locker aus! So locker ging es dann doch nicht.

Das NUK-Konzept, der Aufbau des Wettbewerbs, die intensive und professionelle Begleitung, all das bewirkt vor allem eines: ins Detail zu gehen, sich intensiver auseinanderzusetzen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Erschreckend, wie viele Baustellen sich in der Tiefe verstecken!
Wir absolvierten zahlreiche Coachings und führten viele Gespräche mit hochkarätigen Vertretern aus den Berufsfeldern Unternehmensberatung, Recht, Marketing, Vertrieb sowie mit erfahrenen Unternehmern. Aus der Idee wurde immer mehr ein umsetzbares Konzept, aus den ersten Gesprächen konkrete Partnerschaften. Von Stufe zu Stufe vervollständigte sich auch der Businessplan und aus uns, den beiden Gründern, wurden junge Unternehmer.

Bis zur dritten und letzten Wettbewerbsstufe durchlief unser Geschäftskonzept zahlreiche professionelle und kritische Begutachtungen und wir präsentierten auf der Abschlussveranstaltung als eines der elf nominierten Teams – immerhin von über 240 eingereichten Geschäftsmodellen – unser Konzept vor über 200 Gästen aus Wirtschaft, Presse und Forschung. Daraus ergaben sich neue Gespräche und wertvolle Kontakte.

Heute sind fast zehn Monate vergangen, in denen wir intensiv und leidenschaftlich an unserem WeGrow-Geschäftskonzept gearbeitet haben. Nicht nur die Idee hat sich entwickelt, die ersten Demonstrationsflächen wurden angelegt, die ersten Presseartikel sind erschienen und auch wir sind gereift. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, das Geschäftskonzept kann schnell und einfach umgesetzt werden. Ob es auch ohne NUK gegangen wäre? Sagen wir, mit NUK ging es besser!

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei dem großartigen NUK- Netzwerk bedanken: Mögen die Coaches niemals müde werden, sich in ihrer kostbaren Freizeit für die Gründer einzusetzen. Mögen sie nicht die Geduld verlieren und vor allem niemals aufhören, ehrlich zu sein.
Jedem, der das Brennen in sich spürt, andere Wege gehen zu wollen, sollte es tun. NUK begleitet eine entscheidende Strecke mit und trägt auch manchmal den Rucksack, aber den festen Willen ans Ziel zu kommen, den muss man schon selbst mitbringen.

Weitere Informationen unter www.we-grow.de und in diesem Artikel im Bonner General-Anzeiger.

WeGrow GmbH (i.Gr.) – Wir lassen für Sie Bäume wachsen
Gründer: Allin Gasparian, Peter Diessenbacher; Bonn
Geschäftsidee:
Die Gründer ermöglichen die Investition in ökologisch nachhaltig bewirtschaftete Edelholzplantagen in Europa. WeGrow übernimmt im Dienstleistungsauftrag für die Kunden die Pflanzung des extrem schnellwüchsigen Kiribaumes, die Pflege und Ernte der Plantagen – durch einen Züchtungserfolg bereits nach zehn Jahren – sowie den Verkauf des Edelholzes. Diese neuartige Grüne Geldanlage bietet neben sicheren und attraktiven Renditen auch ein gutes Gefühl.


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1.500 Beratungsgespräche + 700 Gutachten = 50 Kilo Schokolade

Freitag, den 21. August 2009, von Sandra Mennig

Auf diese einfache Formel lässt sich die Bilanz von NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. für den 12. NUK-Businessplan-Wettbewerb bringen, der im Juni zu Ende ging. Das NUK-Team steckt bereits mitten in den Vorbereitungen für den 13. Wettbewerb, der im November startet.

Was es mit dem süssen Gruß auf dem Foto auf sich hat? Nun, gerade wird der NUK-Jahresbericht 2009 in Versandposition gebracht - das bedeutet zu dritt etwa fünf Stunden lang Eintüten im Akkord -, ab Mittwoch lohnt sich der Blick in den Briefkasten. Als Download ist unsere Rückschau bereits jetzt hier auf neuesunternehmertum.de abrufbar.

Das kalorienlastige Extra bekommen aber nur die ehrenamtlichen Coaches und Gutachter, die NUK-Wissenskapitalgeber. Wofür? Genau: für 1.500 kostenlose Beratungsgespräche im Rahmen der NUK-Coachingabende und 700 schriftliche Feedbacks zu den im letzten Wettbewerb eingereichten Businessplänen.

Herzlichen Dank!!!

“Mir imponieren der Optimismus und der Mut der Gründer!”

Mittwoch, den 12. August 2009, von Sandra Mennig

Rückblick NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009, Teil 1: Interview mit NUK-Beraterin Bianca Seidel

Frau Seidel, beschreiben Sie bitte Ihr Engagement für NUK!

Bianca Seidel: Bei den NUK-Coachingabenden können die teilnehmenden Gründer meine Kollegen und mich in lockerer Atmosphäre ausgiebig zu ihren Geschäftsplänen befragen. Das ist eine Riesenchance für die Gründer, denn sie müssen nicht befürchten, dafür eine Rechnung zu bekommen. Vielmehr erhalten sie eine fachlich fundierte Beratung, in der wir uns viel Zeit nehmen, nicht nur die formalen Aspekte einer Gründung, sondern auch die individuellen Facetten des Gründers und seiner Geschäftsidee mit einzubeziehen. Besonderes Augenmerk gilt hierbei der realistischen Einschätzung aller geplanten Maßnahmen zum Markteintritt – insbesondere der Vermarktungsstrategie und dem Finanzierungskonzept. Dabei werden mögliche Schwachpunkte bereits im Vorfeld erkannt und gemeinsam mit dem Gründer Lösungen diskutiert, die dann später in den Businessplan einfließen.

Durch die Möglichkeit sich innerhalb kürzester Zeit viele fachkundige Meinungen von erfahrenen Beratern einzuholen, entsteht ein immer besseres Konzept und ein individuelleres und geschärfteres Unternehmensprofil. Dieses ist umso wichtiger, da die Gründer nicht wie früher in einem kleinen überschaubaren Markt agieren, sondern sich heute auch als relativ kleines Unternehmen im globalen Wettbewerb behaupten müssen. Hier können wir Berater mit unseren unterschiedlichen Backgrounds den Gründern wirklich wertvolle Tipps und Ratschläge geben. Mehr noch: Wir begleiten mit unserem geballten Know-how den Gründer innerhalb der einzelnen Stufen des NUK-Businessplan-Wettbewerbs auf seinem Weg zum Unternehmer. Das ist zum Teil spannend, weil die Geschäftsideen manchmal so bestechend sind. Es ist aber auch aufregend und bisweilen aufreibend, wenn es darum geht im Team Schwachstellen zu entdecken und auszumerzen. Und es ist manchmal auch traurig, weil man hin und wieder auch jemandem abraten muss, sich selbstständig zu machen. Mir imponieren der Optimismus und ganz besonders auch der Mut, mit denen Menschen in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihren Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Ich möchte mit meinem Engagement dazu beitragen, dass die Basis stimmt. Damit aus Träumen keine Albträume werden, sondern im positiven Sinne nachhaltig von Bestand sind.

Was ist der Hauptvorteil der umfangreichen Betreuung bei NUK?

Bianca Seidel: Eine Existenzgründung ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Die Gründer müssen an tausend Dinge gleichzeitig denken. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es in der Regel ein Sprung ins kalte Wasser ist. Da der Gründer meist auf keine Unternehmererfahrungen zurückgreifen kann, verzettelt er sich allzu leicht: Reihenfolgen werden nicht eingehalten, Prioritäten falsch gesetzt und der Kapitalbedarf meist unterschätzt. Die NUK-Berater sind die Lotsen, die die Gründer auch bei unruhiger See mit viel Erfahrung auf ihrem Kurs halten können. Sie leiten die Teilnehmer durch die Prozesse einer Gründung, vermeiden Reibungsverluste, indem sie frühzeitig die richtigen Fragen stellen, auf die Antworten gefunden werden müssen, und schlagen Alarm, wenn Gefahren drohen bzw. falsch eingeschätzt wurden.
Die Einschätzungen der Berater erhalten die Teilnehmer sowohl mündlich bei den Coachingabenden als auch in schriftlicher Form über Gutachten, die von den Beratern verfasst werden.

Ist Ihnen an den NUK-Gründern des vergangenen zwölften Jahrgangs etwas besonders aufgefallen?

Bianca Seidel: Ich habe das Gefühl, dass die Gründer sich wesentlich stärker mit der Erstellung eines Businessplans auseinandersetzen. Das beobachte ich als Coach innerhalb des NUK-Netzwerks ebenso wie bei meiner Arbeit als Unternehmer-Beraterin. Die Gründe hierfür liegen für mich eindeutig in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation. Das Motto vieler früheren Gründungen „No risk, no fun“ ist passé, heute ist Risikominimierung angesagt. Und das ist auch gut so. Mir fällt außerdem auf, dass Gründer aus der Designbranche zunehmend die Möglichkeiten von Beratungen in Anspruch nehmen. Das zeigt sich auch beim NUK-Businessplan-Wettbewerb.
Es freut mich, dass ein Businessplan nicht mehr als kreativitätshemmend und somit als überflüssig erachtet wird. Vielmehr beobachte ich vermehrt einen „neuen“ Enthusiasmus, wenn es um die Erstellung fundierter Businesspläne vor Gründung eines Unternehmens geht.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Inhaberin von Bianca Seidel Consulting coacht als Unternehmer-Beraterin zum einen Existenzgründer beim Start in die Selbstständigkeit und zum anderen berät sie aber auch gestandene Unternehmer bei der Existenzsicherung. Ihr Schwerpunkt: die Designbranche. Ihr Fokus: ganzheitliche Beratung. Ihr Credo: “Das Unternehmen muss sich an den Unternehmer anpassen – und nicht umgekehrt.”
Darüber hinaus bietet Bianca Seidel mit business-workshop.de Vorträge und Seminare für Existenzgründer und ist Initiatorin des designertreff düsseldorf.
Für NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. ist Bianca Seidel seit zwei Jahren als Coach und Gutachterin tätig.

Unternehmensgründungen in Zeiten der Krise

Donnerstag, den 25. Juni 2009, von Jörg Püschel

Jörg Püschel, NUK-Berater der ersten Stunde und im NUK-Team Ansprechpartner für die Business Angel-Börse, sieht in der Wirtschaftskrise auch eine Chance für Existenzgründer.

Existenzgründer, die eine Geschäftsidee haben und daraus ein Unternehmen entwickeln und aufbauen möchten, müssen sich mit der Beantwortung und Bewältigung einer Vielzahl von Fragen und Problemen auseinander setzen. Seit Herbst letzten Jahres kommt für sie eine weitere Herausforderung hinzu: die Krise!

Kein Tag, an dem nicht über die Krise geredet und geschrieben wird. Viel gesprochen wird über die Ursachen, aber keiner kennt den Verlauf oder kann gar ein Ende der Krise absehen. Und wenn es schon für Experten schwer ist die Auswirkungen der Krise zu prognostizieren, dann ist es für Existenzgründer, die noch nicht wirklich am Markt aktiv sind, umso schwerer abzuschätzen, was die Krise mit ihrem – noch gar nicht gegründeten – Unternehmen anrichten wird.

Hier gilt es für den Existenzgründer einen kühlen Kopf zu bewahren und zu überlegen, was sich denn an den Rahmenbedingungen für die Gründung tatsächlich geändert hat. Möglicherweise lässt sich die momentane Wirtschaftskrise auch als Chance und ideale Zeit für Existenzgründungen bezeichnen.

In Krisenzeiten müssen viele Existenzgründer sich sehr viel genauer überlegen, wofür sie ihr knappes Geld ausgeben wollen. Sie werden gezwungen, sich auf das Wesentliche einer Gründung zu konzentrieren: die Kundenorientierung, das wichtigste Element einer Existenzgründung. Denn dies benötigen Existenzgründer vor allem anderen: Kunden! Kunden, die willens und die in der Lage sind, für Leistungen zu bezahlen. Diese Tatsache ist vollkommen unabhängig von jedweder Krise zu betrachten.

Daneben müssen auch in der Krise die grundsätzlichen Instrumente einer Unternehmensgründung erstellt werden: Ein guter Businessplan und die dazugehörige Finanzplanung sind unabdingbare Voraussetzungen für den Start. Möglicherweise beruhen die Inhalte der Finanzplanung zurzeit auf unsicheren Annahmen, dennoch bleibt eine sorgfältige Erstellung der Planung ein Muss. Damit sind aber auch die möglichen Auswirkungen der Krise berücksichtigt.

Auch der vielleicht wichtigste Punkt der Existenzgründung bleibt von jedweder Krise unberührt: Hat der Existenzgründer unternehmerische Talente, kann er persönlich durch seine Person überzeugen und seine Geschäftsidee "verkaufen".

Auch wenn die Gründerperson und der Businessplan überzeugen, wird der Existenzgründer noch weitere Hindernisse auf dem Weg in die Selbstständigkeit überwinden müssen. Vor allem die Frage der Finanzierung wird Viele möglicherweise vor große Schwierigkeiten stellen.

Dazu muss man wissen, dass das Verhältnis von Kapitalsuchenden und Kapitalgebern ohnehin nie leicht war. Viele Existenzgründer können oft nicht nachvollziehen, warum sie möglicherweise keine Finanzierungszusagen bekommen (ob berechtigt oder nicht) und schimpfen deshalb ohne Differenzierung auf Investoren und Finanzmanager. Und dass es seit Beginn der Krise fast täglich neue Enthüllungen aus der Bankenwelt gibt, trägt nicht dazu bei dieses Verhältnis zu verbessern.

Es gilt aber nach wie vor: Existenzgründer mit einer guten Geschäftsidee, dargestellt in einem plausiblen Businessplan, haben trotz der Finanzkrise keine Schwierigkeiten, Fremdkapital für ihr Vorhaben zu erhalten.

Auch an der Bereitstellung von öffentlichen Fördermitteln für Existenzgründer durch die beiden Förderbanken KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau und NRW.Bank hat sich trotz Finanzkrise nichts geändert. Und auch die Bereitschaft der Sparkassen, diese öffentlichen Mittel an Existenzgründer weiterzureichen, ist ungebrochen: Es sind heute vor allem die Sparkassen in Deutschland, die sich um Existenzgründer und Jungunternehmer kümmern und die meisten Gründungen begleiten.

Gerade das Umfeld für technologie- und wissensbasierte Existenzgründungen hat sich am wenigsten geändert oder gar verschlechtert. Im Gegenteil, denn zukunftsweisende Technologien sind nicht nur relativ unabhängig von Konjunkturzyklen; möglicherweise haben sie in Zeiten der Krise sogar noch Vorteile: Durch den Einsatz von neuen Verfahren können die Kunden Kosten sparen, ihre Effizienz erhöhen und andere Märkte erschließen. Sie sind deshalb bereit, schneller als sonst die neuen Technologien der jungen Gründerunternehmen einzusetzen.

Gleich zwei innovative Entwicklungen, für die diese Rechnung aufgehen könnte, finden sich übrigens unter den frischgekürten Siegern des 12. NUK-Businessplan-Wettbewerbs: VAWTix und RCD Rough Coating Design - hoffentlich sehen deren künftige Kunden das so wie ich!

Gründer mit Geschmack

Donnerstag, den 11. Juni 2009, von Sandra Mennig

In der Reihe “Jetzt erst recht!” stellt die 17:30-Regionalnachrichtensendung von Sat.1 “besonders mutige Menschen aus Nordrhein-Westfalen” vor, die sich “trotz der aktuellen Wirtschaftskrise selbstständig machen”. Schirmherrin der Aktion ist NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

Nach Pick-a-Pea wurde nun mit flavourpearls vorgestern ein weiteres NUK-Gründerteam portraitiert. Als Hauptpreisträger in Stufe 1 und Förderpreisträger in Stufe 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2009 haben Benjamin Meyknecht, Jan Wiesmann und ihre Teamkollegen übrigens beste Chancen auf den Gesamtsieg am 23. Juni: Auch in Stufe 3 gehört ihr Geschäftskonzept zu den aromatischen Knallkügelchen zu den besten.

Folgen Sie diesem Link, um den zweiminütigen Beitrag anzusehen - vielen Dank an Sandra Schlesiger vom NRW-Gründungsnetzwerk Go! für den Hinweis!



Nachtrag:
Da der Bericht im Sat.1-Archiv nicht mehr abzurufen ist, hier eine Alternative: