Archiv des Tags ‘Grüne Geldanlage’

Was machen eigentlich…

Mittwoch, den 16. Juni 2010, von Sandra Mennig

…unsere Premium-Teams aus dem letzten Jahrgang? Am Dienstag endet der 13. NUK-Businessplan-Wettbewerb, da kann man doch mal eben innehalten und nachschauen, was aus den besten Gründercrews 2009 bisher so wurde. Richtig empirisch und mit ZahlenZahlenZahlen wird da auch bald bei allen Teilnehmern in der traditionellen Telefonumfrage nachgehakt, mir reicht gerade eine kurze Netzdurchwühlung. Aha! Immerhin aktuelle Infos zu vier der Top 11:

Über Silber-Sieger RCD Rough Coating Design heißt es hier in den VDI-Nachrichten:  „[…] der Proof of Concept sei bei führenden UV-Lackherstellern erbracht. Mit der Marktreife rechnet das Start-up Mitte 2011“, danach streben die Düsseldorfer Chemiker um Dr. Hakan Cinar laut Selbstauskunft „die Marktführerschaft im Bereich ‚Additive zur Mattierung von UV-Pulverlacken‘ an.“  Schön, schön.

Auf dem dritten Platz landete letztes Jahr VerkehrsmittelVergleich.de. An dem Online-Portal mit dem sprechenden Namen ist  inzwischen mit einem hohen sechsstelligen Betrag der Seed Fonds Aachen beteiligt, zwölf Mitarbeiter habe das Unternehmen bereits. Ende des Jahres solle die Beta-Phase abgeschlossen werden, die Vision liege in der Internationalisierung der Suchfunktionen.  Mehr zur Unternehmer-Connection zwischen Aachen und München kann man z.B. hier nachlesen – zehn zumindest diskussionswürdige Tipps der NUK-Alumni zur Gründung eines eigenen Internet-Start-ups inklusive.

Sehr Erfreuliches auch von den Machern hinter der Next Kraftwerke GmbH: Die ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter am Energiewirtschaftlichen Institut der Universität zu Köln schlossen gerade im Mai eine erste Finanzierungsrunde mit dem High-Tech Gründerfonds, Neuhaus Partners und Business Angels ab – mit dieser Einlage können sie nun das Proof of Concept liefern für die Vermarktung von Kleinerzeugungsanlagen auf dem Strommarkt, bei denen Notstromaggregate, Blockheizkraftwerke und Biogasanlagen über eine intelligente Vernetzung am sogenannten Minutenreservemarkt integriert werden. Jetzt suchen Jochen Schwill und Hendrik Sämisch einen erfahrenen Vertriebsmitarbeiter. Und Kunden. Wir drücken die Daumen!

Wie Next waren auch WeGrow unter den besten elf Teams im NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009: Allin Gasparian und Peter Diessenbacher verpassten der letztjährigen NUK-Abschlussfeier eine besondere Note, indem sie allen Gästen einen Kiribaum-Setzling mit auf den Heimweg gaben (was aus denen wohl wurde?). Seit rund vier Wochen sind die Bonner nun am Start mit einer sehr gelungenen Homepage und dem KiriFonds Deutschland, unterstützt wird WeGrow mittlerweile von einem Business Angel. Gestern berichtete sogar das ZDF über “Tropenholz als Geldanlage” (ab Minute 8’34).

Wachsen und Gedeihen – das gilt natürlich auch für viele weitere NUK-Ehemalige. Zu denen ja ab Dienstag auch die Teilnehmer des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2010 gehören…

Wachstumsschub und Wegbegleiter – mit NUK besser zum Unternehmensstart

Dienstag, den 29. September 2009, von Sandra Mennig

Erfahrungsbericht von Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, WeGrow GmbH (i.Gr.)
Teilnehmer NUK-Businessplan-Wettbewerb 2009, Top 11 Stufe 3

Alles begann mit einem Züchtungserfolg, den wir – Allin Gasparian und Peter Diessenbacher, die beiden Gründer von WeGrow – im Rahmen mehrjähriger Selektions- und Forschungsarbeit erzielt hatten. Damit war die Vorbedingung für die erfolgreiche Umsetzung der WeGrow-Idee geschaffen. Nun hieß es einen Businessplan zu erstellen und durchzustarten. Aber wie erstellt man einen Businessplan?
„Kennt Ihr NUK?“, fragte uns der Gründerberater von der Universität Bonn. Wir schüttelten verlegen die Köpfe. „Dann schaut doch einfach mal auf die Homepage“. Das taten wir auch. Ein Businessplan-Wettbewerb, der genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort startet! Rein in den ungewohnten Businesslook und auf zu der Auftaktveranstaltung in Bonn. In den ersten Minuten war es bereits entschieden: „Nächstes Jahr stehen wir beide da vorne, klar?!“ Diese Prophezeiung sollte sich erfüllen.

Dies war also tatsächlich möglich: Man konnte aus einer Idee ein Unternehmen aufbauen. Es war keine Spinnerei, es gab viele andere, die auch für etwas Eigenes brannten. Es gab Fachleute, erfolgreiche Unternehmer, die sich die anfänglich schwammigen Ausführungen anhörten und nicht lachten oder einschliefen. Es gab also tatsächlich das Neue Unternehmertum, ein Rahmen, in dem man wachsen konnte, in dem man unter Gleichgesinnten war, in dem der frische Wind der Jungunternehmer wehte, die ein Ziel vor sich hatten. Hier waren wir richtig. Das WeGrow-Team reichte den ersten „Businessplan“ ein. Im Nachhinein müssen wir diese Bezeichnung in Anführungsstriche setzen, denn nun ja… Das war eben erst der Anfang. Die ersten Gutachten waren nämlich ernüchternd: gute Idee, der Rest ließ viele Fragen offen. Auf in den Kampf, die räumen wir doch locker aus! So locker ging es dann doch nicht.

Das NUK-Konzept, der Aufbau des Wettbewerbs, die intensive und professionelle Begleitung, all das bewirkt vor allem eines: ins Detail zu gehen, sich intensiver auseinanderzusetzen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Erschreckend, wie viele Baustellen sich in der Tiefe verstecken!
Wir absolvierten zahlreiche Coachings und führten viele Gespräche mit hochkarätigen Vertretern aus den Berufsfeldern Unternehmensberatung, Recht, Marketing, Vertrieb sowie mit erfahrenen Unternehmern. Aus der Idee wurde immer mehr ein umsetzbares Konzept, aus den ersten Gesprächen konkrete Partnerschaften. Von Stufe zu Stufe vervollständigte sich auch der Businessplan und aus uns, den beiden Gründern, wurden junge Unternehmer.

Bis zur dritten und letzten Wettbewerbsstufe durchlief unser Geschäftskonzept zahlreiche professionelle und kritische Begutachtungen und wir präsentierten auf der Abschlussveranstaltung als eines der elf nominierten Teams – immerhin von über 240 eingereichten Geschäftsmodellen – unser Konzept vor über 200 Gästen aus Wirtschaft, Presse und Forschung. Daraus ergaben sich neue Gespräche und wertvolle Kontakte.

Heute sind fast zehn Monate vergangen, in denen wir intensiv und leidenschaftlich an unserem WeGrow-Geschäftskonzept gearbeitet haben. Nicht nur die Idee hat sich entwickelt, die ersten Demonstrationsflächen wurden angelegt, die ersten Presseartikel sind erschienen und auch wir sind gereift. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, das Geschäftskonzept kann schnell und einfach umgesetzt werden. Ob es auch ohne NUK gegangen wäre? Sagen wir, mit NUK ging es besser!

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei dem großartigen NUK- Netzwerk bedanken: Mögen die Coaches niemals müde werden, sich in ihrer kostbaren Freizeit für die Gründer einzusetzen. Mögen sie nicht die Geduld verlieren und vor allem niemals aufhören, ehrlich zu sein.
Jedem, der das Brennen in sich spürt, andere Wege gehen zu wollen, sollte es tun. NUK begleitet eine entscheidende Strecke mit und trägt auch manchmal den Rucksack, aber den festen Willen ans Ziel zu kommen, den muss man schon selbst mitbringen.

Weitere Informationen unter www.we-grow.de und in diesem Artikel im Bonner General-Anzeiger.

WeGrow GmbH (i.Gr.) – Wir lassen für Sie Bäume wachsen
Gründer: Allin Gasparian, Peter Diessenbacher; Bonn
Geschäftsidee:
Die Gründer ermöglichen die Investition in ökologisch nachhaltig bewirtschaftete Edelholzplantagen in Europa. WeGrow übernimmt im Dienstleistungsauftrag für die Kunden die Pflanzung des extrem schnellwüchsigen Kiribaumes, die Pflege und Ernte der Plantagen – durch einen Züchtungserfolg bereits nach zehn Jahren – sowie den Verkauf des Edelholzes. Diese neuartige Grüne Geldanlage bietet neben sicheren und attraktiven Renditen auch ein gutes Gefühl.


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